AWM bleiben bei den Abfuhrterminen
Einspareffekt unerwartet gering

Münster -

Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) arbeiten nicht an Plänen, den Abfuhrrhythmus für Biomüll (wöchentlich) oder für Sperrmüll (monatlich) zu ändern. Das sieht ein Beschlussvorschlag vor, über den der Rat in seiner Sitzung am 17. Mai entscheiden muss.

Dienstag, 09.05.2017, 20:05 Uhr

Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) sollen die Abfuhrrhythmus nicht ändern.
Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) sollen die Abfuhrrhythmus nicht ändern. Foto: hpe

Auslöser für eine Prüfung der Abfuhren waren diverse Bürgeranfragen, darüber hinaus auch ein konkretes Drängen der FDP . Die AWM sollten Auskunft darüber geben, ob sich bei verlängerten Abfuhrintervallen – Biomüll nur 14-täglich, Sperrmüll im Abstand von jeweils zwei Monaten – eine deutliche Kostenersparnis ergeben würde.

Nach Ansicht der AWM ergäbe sich eine Ersparnis für die Gebührenzahler, die aber in keinem Verhältnis stehe zu den Nachteilen. Aktuell veranschlagen die AWM rund 9,2 Millionen Euro an Ausgaben für Abfuhr und Entsorgung des Biomülls. Bei einer Halbierung der Abfuhren sei eine durchschnittliche Einsparung in Höhe von 468 000 Euro erreichbar, heißt es weiter. Der Einspareffekt läge bei 1,54 Euro je Einwohner.

Den unerwartet geringen Einspareffekt begründen die AWM unter anderem damit, dass sich der Einspareffekt „nur“ bei den Personal- und den Fahrzeugkosten bemerkbar mache, nicht aber bei den Verwertung- und den Verwaltungskosten.

Darüber hinaus hätte die Umstellung für den Innenstadtbereich erhebliche organisatorische Konsequenzen. Um die Zahl der Fahrten auf engen Straßen zu minimieren, kommen sogenannte Mehrkammerfahrzeuge zum Einsatz. Mit einem solchen Fahrzeug wird sowohl der Rest- als auch der Biomüll abgeholt.

Bei Biomüllabfuhr im Abstand von jeweils 14 Tagen wäre das Volumen pro Tonne größer, weshalb die AWM dann Monofahrzeuge einsetzen müssten.

Bei einer Verlängerung der Abfuhrintervalle für Sperrmüll ergäbe sich laut AWM ein Einsparvolumen von 150 000 Euro im Jahr. Wegen der zu erwartenden stärkeren Verschmutzung der Straßen und Bürgersteige raten die AWM den Kommunalpolitikern von einer Entscheidung in diese Richtung ab, zumal der Einspareffekt nur bei 50 Cent je Einwohner läge.

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