40 Jahre Haus Simeon
Haus Simeon in Feierlaune

Münster -

Das Seniorenzentrum Haus Simeon der Diakonie Münster in Berg Fidel blickt auf 40 Jahre zurück. Dieser runde Geburtstag verwöhnt Bewohner, Freunde, Förderer, Mitarbeitende und Ehrenamtliche. Am Sonntag endet die Festwoche mit einem Abschlussfest.

Mittwoch, 17.05.2017, 22:05 Uhr

Im Festzelt am Haus Simeon ist Feiern angesagt; sehr zur Freude von Dr. Manfred Pollert, Kuratoriumsvorsitzender (l.), und Einrichtungsleiter Klaus Wienker.
Im Festzelt am Haus Simeon ist Feiern angesagt; sehr zur Freude von Dr. Manfred Pollert, Kuratoriumsvorsitzender (l.), und Einrichtungsleiter Klaus Wienker. Foto: mm

Haus Simeon versteht es, Geburtstag zu feiern. Nicht an einem Tag, sondern gleich eine ganze Woche lang. Die Einrichtung mitten im Stadtviertel Berg Fidel ist seit 40 Jahren Heimat für Senioren. Es ist ihr Zuhause, in dem sie Geborgenheit erfahren und in dem sie in Würde altern können.

Dabei treffen sie nicht nur auf Schlagersänger Roland Kaiser („Sieben Fässer Wein), sondern auf viele „Böse Geister“. Und die meinen es gut. Ist Haus Simeon doch eine Hochburg dieser Karnevalsgesellschaft, in der sich auch in die Jahre gekommene Narren gerne zur Ruhe setzen.

64 Wohneinheiten und 150 Plätze bietet das lichtdurchflutete Seniorenzentrum in Trägerschaft der Diakonie. Im Mai 1977 wurde das Haus eröffnet. Einrichtungsleiter ist seit 2007 Klaus Wienker , der das Haus seit 35 Jahren kennt. Die Selbstständigkeit der Bewohner lange zu erhalten und zu fördern ist ein Herzensanliegen in dem christliche geprägten Seniorenzentrum. „Auch wenn es schwerer wird mit der Selbstständigkeit, denn es besteht mehr Pflegebedarf“, informiert Klaus Wienker. Haus Simeon halte im Quartier das soziale Netzwerk aufrecht. So kann jeder im Stadtteil das Café und Restaurant mit Hotelcharakter nutzen. Oder sich mit Wassergymnastik fit halten.

Eine tragende Säule von Haus Simeon ist Dr. Manfred Pollert . Er ist dem Nächsten zugetan. Als Vorsitzender des Kuratoriums tritt er nächste Woche zurück, ist aber weiterhin als Hausseelsorger zur Stelle. Der pensionierte Lehrer ist ein Menschenbegleiter – im Leben und im Sterben.

Haus Simeon – hier verbrachte sein Erbauer Fritz Murach seinen Lebensabend – ist Predigt­stelle der evangelischen Gemeinde. Ökumene wird im Altenzentrum groß geschrieben, das konfessionell nicht gebunden ist. In der Kapelle des Hauses werden Gottesdienste gefeiert. Bemerkenswert ist für Pollert, dass die Bewohner eine Initiative starteten, um Geld für eine Glocke und ein Kreuz zu sammeln.

180 Mitarbeiter zählen zum Haus. „Wir haben kaum Fluktuation“, lobt Wienker sein Team. Als unverzichtbar bezeichnet er die 40 Ehrenamtlichen, die treue Dienste leisten. Ob Shanty-Chor oder Candle-Light-Dinner – es war alles dabei in dieser Woche.

Am Sonntag (21. Mai) gibt es die Krönung: Um 10 Uhr wird ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert. Es spielt der Posaunenchor der Johannisgemeinde. Danach ist Verleihung von Goldenen Kronenkreuzen an langjährige Mitarbeitende. Von 1976 bis 2000 leitete Renate Kessler mit ihrem Ehemann die Einrichtung, in der sie heute wohnt. Sie ist zum „Zeitzeugengespräch“ eingeladen. Musikalisch begleitet „Crescendo“ von der Musikschule Berg Fidel die Feier.

„40 Jahre Haus Simeon“ – das verdient eine Festschrift. Diese liegt jetzt in 1000-facher Ausführung vor. Darin sind Rückblicke und Erinnerungen festgehalten.

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