Herzenswünsche-Preis 2017
Helden geehrt

Münster -

Für die Kinder und Jugendlichen, die vom Verein Herzenswünsche betreut werden, sind manchmal schon Kleinigkeiten von großer Bedeutung. So kann ein Vater oder eine Krankenpflegerin in der Leidenszeit auch zu einem echten Helden werden.

Sonntag, 21.05.2017, 16:05 Uhr

Strahlende Gesichter bei (v.l.) Bürgermeisterin Karin Reismann, Eva Luise Köhler, Patientin Lea, Prof. Dr. Susanne Bechtold-Dalla Pozza, Krankenpflegerin Catharina Zeiske, Tim Staudenmeier, Jochen Staudenmeier und Wera Röttgering.
Strahlende Gesichter bei (v.l.) Bürgermeisterin Karin Reismann, Eva Luise Köhler, Patientin Lea, Prof. Dr. Susanne Bechtold-Dalla Pozza, Krankenpflegerin Catharina Zeiske, Tim Staudenmeier, Jochen Staudenmeier und Wera Röttgering. Foto: Oliver Werner

„Wir sind eine große Herzenswünsche-Familie. Es wird gemeinsam gekämpft, geweint, gelacht und auch geträumt“, sagte Eva Luise Köhler . Sie betonte: „Das macht den Verein aus, der große Zusammenhalt zwischen Team, Ärzten und Patienten.“ Die Frau des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler hielt am Freitag eine rührende Festrede bei der Verleihung des Herzenswünsche-Preises.

Zum vierten Mal in der 25-jährigen Geschichte von Herzenswünsche wurde der Preis verliehen. Zum vierten Mal übernahm Eva Luise Köhler die Schirmherrschaft. Der Grund: „Wenn es etwas gibt, dass mich immer wieder tief berührt, ist es das Schicksal junger Menschen, die schweres Leid ertragen müssen.“ Umso mehr freue sie sich, dass Wera Röttgering den Verein vor einem Vierteljahrhundert gegründet hat: „Er ist zu einem Leuchtturm in den Untiefen des Lebens geworden.“

Verleihung des Herzenswünsche-Preises

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  • Einen feierlichen Festakt gab es zur Verleihung des Herzenswünsche-Preises 2017 im Rathausfestsaal von Münster.

    Foto: Oliver Werner
  • Catharina Zeiske wurde in der Kategorie „Krankpfleger“ für ihre Arbeit in der Uniklinik Dresden ausgezeichnet.

    Foto: Oliver Werner
  • Für Sohn Tim ist Vater Jochen Staudenmeier ein echter Held. Deshalb wurde er in der Kategorie „Familie“ geehrt.

    Foto: Oliver Werner
  • Eva Luise Köhler, Frau des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler, war die Schirmherrin der Veranstaltung und hielt eine rührende Festrede.

    Foto: Oliver Werner
  • Strahlende Gesichter bei (v.l.) Bürgermeisterin Karin Reismann, Eva Luise Köhler, Patientin Lea, Prof. Dr. Susanne Bechtold-Dalla Pozza, Krankenpflegerin Catharina Zeiske, Tim Staudenmeier, Jochen Staudenmeier und Wera Röttgering

    Foto: Oliver Werner
  • Radiomoderator Matthias Bongard führte locker und launisch durch das Programm. Vereinsgründerin Wera Röttgering war stolz auf das gesamte Herzenswünsche-Team.

    Foto: Oliver Werner
  • Bürgermeisterin Karin Reismann lobte die Arbeit von Herzenswünsche und versprach Wera Röttgering: „Ich werde immer an deiner Seite sein.“

    Foto: Oliver Werner
  • Unter den knapp 300 geladenen Gästen waren viele Patienten, Kinder und Freunde von Herzenswünsche.

    Foto: Oliver Werner
  • Gespannt folgten Wera Röttgering, Eva Luise Köhler und Karin Reismann (v.l.) dem Programm.

    Foto: Oliver Werner
  • Unter den knapp 300 geladenen Gästen waren viele Patienten, Kinder und Freunde von Herzenswünsche.

    Foto: Oliver Werner
  • Krankenpflegerin Catharina Zeiske (M.) bekam ihre Urkunde von Eva Luise Köhler (r.) und Wera Röttgering überreicht.

    Foto: Oliver Werner
  • Wera Röttgering (l.) und Eva Luise Köhler kennen sich durch Herzenswünsche schon viele Jahre und fühlen sich mittlerweile eng verbunden, so Köhler.

    Foto: Oliver Werner

Lob und Anerkennung gab es viel bei der Feier im Rathausfestsaal, die Matthias Bongard launisch moderierte. „Doch heute geht es um die Preisträger und nicht um das Jubiläum“, machte Gründerin und Vorsitzende Wera Röttgering deutlich. Einen Satz zur Festschrift wollte sie aber trotzdem sagen: „Wir haben die Kinder erzählen lassen, welche Spuren unsere Arbeit in ihren Herzen und in ihren Leben hinterlassen haben.“

Und es waren auch die Kinder, die die Preisträger ausgesucht haben. In den Kategorien Krankenpfleger, Arzt und Familie wurden Kinder und Jugendliche gefragt, wer „ihr ganz persönlicher Held“ sei.

Lob für Krankenpflegerin Catharina Zeiska

Der zwölfjährige Janne und der zehnjährige Tom waren sich bei der Frage einig: Krankenpflegerin Catharina Zeiska. Beide Jungen werden derzeit in der Uniklinik Dresden behandelt und konnten deshalb nicht an der Preisverleihung teilnehmen, per Videobotschaft erzählten sie aber, wieso „Schwester Catharina“ den Preis verdient habe. Von beiden gab es viel Lob für „den guten Humor“ und die Tatsache, dass sie „immer ein offenes Ohr“ habe. Janne konnte aber auch die Tränen nicht zurückhalten und sagte: „Bitte komm schnell wieder, ich brauche dich hier.“

Die 17-jährige Lea hatte ihre Ärztin Prof. Dr. Susanne Bechthold-Dalla Pozza als Heldin auserkoren. „Sie nimmt sich Zeit für mich und macht mir immer Mut, weiter zu machen“, erklärte die Münchenerin.

Der 18-jährige Tim hat von seinem Vater vor drei Jahre eine Niere bekommen: „Er ist mein Held.“ Das möchte Vater Jochen Staudenmeier aber nicht sein: „Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit gewesen. Es war für mich ein Geschenk, weil Tim jetzt leben kann.“

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