„Clemensbögen“: Arbeitszeit mit schwerem Gerät eingeschränkt
Zu lauter Baulärm an der Klosterstraße

Münster -

Jetzt haben es die seit Monaten genervten Anwohner schwarz auf weiß: Die Baustelle an der Klosterstraße ist in Spitzenzeiten zu laut. Das haben zwei unabhängig voneinander stattgefundene Lärmmessungen ergeben.

Samstag, 03.06.2017, 15:06 Uhr

Die Baustelle der „Clemensbögen“ an der Klosterstraße.
Die Baugrube der „Clemensbögen“ an der Klosterstraße wird aktuell ausgehoben. Foto: Oliver Werner

Danach war die erste Messung im März 22 Dezibel über den zulässigen Immissionsrichtwert, die zweite Messung Ende April lag 18 Dezibel darüber. „Das sind weiterhin massive Überschreitungen“, sagt ein Sprecher der städtischen Bauordnungsamtes.

Betriebszeiten auf zweieinhalb Stunden verkürzt

Die Folge: Die Betriebszeiten für laute Baustellen-Geräte wie den Presslufthämmer sind in einer Ordnungsverfügung auf zweieinhalb Stunden zurückgefahren worden. Und auch die Zeiten sind von 9 bis 11.30 Uhr vorgegeben. Das wird stichprobenweise überprüft, teilt die Stadt mit.

Die Baugrube der „Clemensbögen“ an der Klosterstraße wird aktuell ausgehoben.

Die Baugrube der „Clemensbögen“ an der Klosterstraße wird aktuell ausgehoben. Foto: Oliver Werner

Trotz der Einschränkung der lärmintensiven Arbeitszeit hält Projektentwickler Michael Lüke , Geschäftsführer bei CM Immobilien, an der lange kalkulierten Zeitschiene fest. Heißt konkret: In der ersten Jahreshälfte 2018 soll der Rohbau stehen, bis Ende 2018 die exklusive Wohnanlage bezugsfertig sein. „Die Ordnungsverfügung führt natürlich dazu, dass sich die Baumaßnahme in die Länge zieht. Aber bislang sind wir im Zeitplan“, sagt Lüke.

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Verständnis für die Anlieger

Die Lärmbelästigungen entstehen beim Setzen von Betonpfählen in der Baustelle, die gekürzt werden müssen. Die Baugrube soll am 20. Juni fertig sein. Der Investor zeigt nach eigenen Angaben Verständnis für die Anlieger. „Bestimmte Arbeiten kann man aber nicht leise machen. Wir kennen noch kein Mittel, dass ein fertiges Haus vom Himmel fällt“, sagt Lüke.

Bis zu 30 Millionen Euro werden in die „Clemensbögen“ an der Klosterstraße investiert. Für das ehrgeizige Projekt hatten die Clemensschwestern einen Teil ihres Mutterhauses verkauft. Die 23 Wohnungen, die zwischen 110 und 250 Quadratmeter groß sein werden, sind alle vermarktet. Einige der Käufer, die „Best Ager“ (Lüke) seien, würde die Wohnungen als Kapitalanlage sehen, andere ziehen dort selbst ein.

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