Entsorgungszentrum Coerde im Aufwind
Müll mit Mehrwert

Münster -

Die Abfallwirtschaftsbetriebe haben rund 9,2 Millionen Euro in den Umbau ihrer technischen Anlagen im Entsorgungszentrum Coerde investiert. der biologische Teil der Restabfallbehandlungsanlage wurde ökonomisch und ökologisch optimiert.

Donnerstag, 08.06.2017, 12:06 Uhr

Die Behandlungsanlage für Bio- und Grünabfälle der Abfallwirtschaftsbetriebe (AWM) im Entsorgungszentrum Coerde ist technisch erneuert und baulich erweitert worden. Am Mittwoch stellte AWM-Chef Patrick Hasenkamp (links) das Projekt vor.
Die Behandlungsanlage für Bio- und Grünabfälle der Abfallwirtschaftsbetriebe (AWM) im Entsorgungszentrum Coerde ist technisch erneuert und baulich erweitert worden. Am Mittwoch stellte AWM-Chef Patrick Hasenkamp (links) das Projekt vor. Foto: hpe

Die Abfallwirtschaftsbetriebe (AWM) werden in ihrem technisch verbesserten Entsorgungszentrum in Coerde in einer neuen Behandlungsanlage für Bio- und Grünabfälle deutlich mehr Qualitätskompost erzeugen können. Parallel dazu wird über das werkseigene Heizkraftwerk mehr Energie aus Biogas erzeugt und damit auch mehr Strom und Wärme gewonnen.

Ökologisch und Ökonomisch zukunftsfähig

Insgesamt investieren die AWM rund 9,2 Millionen Euro in die Umrüstung ihrer technischen Anlagen, damit sei man „für die nächsten Jahrzehnte ökologisch und ökonomisch zukunftsfähig aufgestellt“, so AWM-Betriebsleiter Patrick Hasenkamp am Mittwoch bei der offiziellen Einweihung der bereits im Betrieb befindlichen Anlagen.

Weil der biologische Teil der Restabfallbehandlung nun effizienter über die Bühne gehe und mehr Erträge bringe, können die Bürger laut Hasenkamp auch von einer stabilen Struktur bei den Abfallgebühren ausgehen.

Fertiggestellt ist die neue Rottehalle, auch die Spezialmaschinen und Förderbänder für die hochwertigere Feinkompostaufbereitung laufen schon. Insgesamt können jetzt pro Jahr 18.000 Tonnen Bioabfälle behandelt werden.

Weil sich die Anlagen nun komplett in Gebäuden und nicht mehr unter freiem Himmel befinden, sollen sich die Kohlenstoffdioxid-Emissionen laut AWM deutlich reduzieren.

Dem Biomüll im Kreis Steinfurt auf der Spur

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  • Kontrolle: In der Fermenterhalle schauen Mitarbeiter einer Firma, wie viele Fremdstoffe sich im Biomüll finden. Seit dem 1. Januar 2014 werden alle Bioabfälle aus dem Kreis Steinfurt im Kompostwerk der Entsorgungsgesellschaft Steinfurt mbH (EGST) auf dem Bioenergiepark-Gelände in Saerbeck kompostiert.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • In einer Vitrine, die sie "Kuriositäten-Kabinett" nennen, sammeln die Mitarbeiter besonders ungewöhnliche Funde. 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Robert Hille vom Bau- und Entsorgungsbetrieb Greven (BEG) kontrolliert die richtige Befüllung von Biotonnen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kontrolle: In der Fermenterhalle schauen Mitarbeiter einer Firma, wie viele Fremdstoffe sich im Biomüll finden. Seit dem 1. Januar 2014 werden alle Bioabfälle aus dem Kreis Steinfurt im Kompostwerk der Entsorgungsgesellschaft Steinfurt mbH (EGST) auf dem Bioenergiepark-Gelände in Saerbeck kompostiert.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gelbe Karte: Wer Plastiktüten mit in den Biomüll wirft, wird verwarnt.

    Foto: Gunnar A. Pier
  •  Hinter riesigen Toren verrotten in der Fermenterhalle die Bioabfälle aus dem Kreis Steinfurt. Seit dem 1. Januar 2014 werden alle Bioabfälle aus dem Kreis Steinfurt im Kompostwerk der Entsorgungsgesellschaft Steinfurt mbH (EGST) auf dem Bioenergiepark-Gelände in Saerbeck kompostiert.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • <hervorhebung>Müll sortieren in der Saerbecker „Fermenterhalle“: </hervorhebung>Regelmäßig sortieren Fachleute Proben des Biomülls, um zu schauen, wie viele Störstoffe sich darin finden. Denn Plastiktüten, Gläser und anderer Müll verrotten nicht in den großen Bunkern, die sich hinter den Toren links im Bild verbergen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Selbst Besen finden die Kontrolleure im Biomüll.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Selbst Besen finden die Kontrolleure im Biomüll.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Biomüll mit Fremdstoffen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kompost mit Fremdstoffen: Kleine Glasscherben fallen durchs Sieb.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Mit einem großen Trommelsieb werden Fremdstoffe aus dem Kompost gefischt, der aus dem Biomüll hergestellt wurde.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • In einer Vitrine, die sie "Kuriositäten-Kabinett" nennen, sammeln die Mitarbeiter besonders ungewöhnliche Funde. 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • In einer Vitrine, die sie "Kuriositäten-Kabinett" nennen, sammeln die Mitarbeiter besonders ungewöhnliche Funde. 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • In einer Vitrine, die sie "Kuriositäten-Kabinett" nennen, sammeln die Mitarbeiter besonders ungewöhnliche Funde. 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • In einer Vitrine, die sie "Kuriositäten-Kabinett" nennen, sammeln die Mitarbeiter besonders ungewöhnliche Funde. 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • In einer Vitrine, die sie "Kuriositäten-Kabinett" nennen, sammeln die Mitarbeiter besonders ungewöhnliche Funde. 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • EGST-Mitarbeiter Nico Königkrämer. 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Robert Hille vom Bau- und Entsorgungsbetrieb Greven (BEG) kontrolliert die richtige Befüllung von Biotonnen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Robert Hille vom Bau- und Entsorgungsbetrieb Greven (BEG) kontrolliert die richtige Befüllung von Biotonnen.

    Foto: Gunnar A. Pier

Neue Anlagenstrategie unverzichtbar

Der städtische Nachhaltigkeits-Dezernent Matthias Peck würdigte die technische Optimierung als „wichtigen Baustein zur Erreichung der engagierten Klimaschutzziele Münsters“. Parallel zu den Bemühungen der AWM, die Bürger zur Abfallvermeidung und Mülltrennung zu motivieren, sei die neue Anlagenstrategie unverzichtbar.

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AWM-Betriebsausschuss-Vorsitzender und SPD-Ratsherr Ludger Steinmann ist von der Entscheidung, die kommunale Eigenständigkeit bei der Abfallentsorgung beizubehalten, überzeugt. „Wir stellen uns nicht nur zukunftsfähig auf, sondern bieten uns auch als verlässlicher Partner für eine Zusammenarbeit mit anderen Kommunen an“, so Steinmann.

Die geplante Beteiligung an der auch von den AWM genutzten Müllverbrennungsanlage im niederländischen Hengelo werde laut Steinmann auch dazu führen, dass der Gebührenzahler „nicht zum Spielball von Interessenkonflikten und Vermarktungsoptionen von Reststoffen wird“.

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