Baumaßnahmen an der Kanalstraße
Nur ein Provisorium

Münster -

Rund zehn Millionen Euro sind für Baumaßnahmen an der Kanalstraße veranschlagt. Nach dem Bau einer Fußgängerbrücke wurde der Deich höher gelegt, der vor Aa-Hochwasser schützen soll. Jetzt wird die Kanalisation vergrößert, dann folgt ein Pumpwerk.

Dienstag, 13.06.2017, 19:06 Uhr

Provisorisch sollen  die zwei neuen Aufgänge sein, die zurzeit auf den erhöhten Deich und zur neuen Aabrücke führen. Später sollen barrierefreie Wege diese Holzgatter ersetzen.
Provisorisch sollen  die zwei neuen Aufgänge sein, die zurzeit auf den erhöhten Deich und zur neuen Aabrücke führen. Später sollen barrierefreie Wege diese Holzgatter ersetzen. Foto: Matthias Ahlke

Die Brücke über die Aa zwischen dem Zentrum Nord und der Kanalstraße ist neu. Der Deich entlang der Kanalstraße, der vor Hochwasser Schutz bieten soll, ist um maximal 80 Zentimeter erhöht worden.

Nur die Abfahrten vom Deich gestalten sich schwierig. Radfahrer, Fußgänger und Rollstuhlfahrer haben damit ihre Probleme. Dabei sind die Rampen an der Kanalstraße nur ein Provisorium, sagt Fachstellenleiter Berthold Reloe vom städtischen Tiefbauamt. An der Kanalstraße und im benachbarten Wienburgviertel sei mehr geplant.

Anschluss an Kanalnetz

Im Herbst soll es losgehen, dann wird die Kanalisation erweitert – das Ergebnis von Untersuchungen nach dem Hochwasser vor drei Jahren. Von der Kanalstraße werden neue Rohre in bis die Wibbeltstraße verlegt. Von der Kanalstraße wird aber auch bis in die Jostestraße hinein gebuddelt, außerdem werden auf der Kanalstraße zwischen der Jostestraße und der neuen Bebauung in Höhe des Wienburgparks die alten Rohre aus den 1930er-Jahren ersetzt. Wobei die neuen Häuser an der Kanalstraße überhaupt erst an das Kanalnetz angeschlossen werden. Bisher fließt das Wasser gleich in die Aa.

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Zwei bis drei Jahre hat das Tiefbauamt für die Arbeiten veranschlagt. Wobei ein neues Pumpwerk unterhalb der Kreuzung Wibbelstraße / Kanalstraße die größte Herausforderung darstellt. Diese Baustelle dürfe aber erst starten, wenn auf der Grevener Straße freie Fahrt herrsche, erklärt Berthold Reloe.

Gesamtkosten von rund zehn Millionen Euro 

Normalerweise müssten zunächst die Rohre verlegt werden, um dann die Straße zu sanieren und zum Schluss den Deich zu erhöhen. In diesem Fall aber, so Reloe, sei zur Sicherheit der Anwohner vor Hochwasser zunächst der Deich erhöht worden. Mit den provisorischen Abfahrten müssten alle einige Zeit leben, das ließe sich nicht anders machen. Später sollen diese Überwege barrierefrei sein, so Reloe.

Die neue Brücke hängt am Kran

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  • Die neue Fußgängerbrücke über die Aa wurde am Mittwochmorgen installiert.

    Foto: hpe
  • Die neue Fußgängerbrücke über die Aa wurde am Mittwochmorgen installiert.

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  • Die neue Fußgängerbrücke über die Aa wurde am Mittwochmorgen installiert.

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  • Die neue Fußgängerbrücke über die Aa wurde am Mittwochmorgen installiert.

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Insgesamt seien rund zehn Millionen Euro für das Paket aller Maßnahmen an der Kanalstraße veranschlagt worden, wobei der Straßenausbau noch nicht beschlossen worden sei. Sämtliche Planungen seien auf ein Hochwasser ausgerichtet, wie es vielleicht einmal in 100 Jahren auftreten könne. Fest stehe aber auch, sagt Reloe auf Nachfrage, dass sich das Grundwasser auch durch solche Maßnahmen nicht begrenzen lasse.

Die Aa zwischen Aasee und Aegidiimarkt

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