Haus vom Guten Hirten bietet Pflege und Freizeitaktionen an
Gemeinsam Leben im Viertel

Münster -

„Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“ ist ein Leitbild für den Wohnbereich des Hauses vom Guten Hirten. Ein Besuch.

Donnerstag, 22.06.2017, 10:06 Uhr

Bewohner und Gäste aus der Nachbarschaft singen zusammen Volkslieder. Es war ursprünglich ein Angebot der Pfarrgemeinde St. Mauritz, das Haus vom Guten Hirten stellt den Übungsraum zur Verfügung.
Bewohner und Gäste aus der Nachbarschaft singen zusammen Volkslieder. Es war ursprünglich ein Angebot der Pfarrgemeinde St. Mauritz, das Haus vom Guten Hirten stellt den Übungsraum zur Verfügung. Foto: klm

Wer schon früher im Viertel lebte, soll seine Kontakte beibehalten können. Und auch etwas von der gewohnten Umgebung. Soweit es die Gesundheit zulässt. „Man trifft zum Beispiel einen Bekannten an der Warendorfer Straße und unterhält sich, wie man es früher getan hat“, gibt Michael Bastian ein Beispiel.

Was der Projektleiter „Sozialraumorientierung“ beschreibt, gehört zur Alltagspraxis der Wohn- und Pflegeeinrichtung Haus vom Guten Hirten in Mauritz-Ost. „Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“ ist das Leitbild für den Wohnbereich umschrieben, in dem zumeist Menschen mit einer geistigen oder seelischen Einschränkung leben. Gleiches gelte für Angebote im Haus, zu dem Bewohner und Nicht-Bewohner kommen.

Das Konzept und die „Begegnungsmöglichkeiten“ seien längst nicht jedem bekannt, der davon profitieren könnte, sind sich Bastian und Pflegedienstleiterin Roswitha Eschmeier sicher. „Es geht darum, dass jemand weitestgehend in seinem Umfeld bleibt und trotzdem Betreuung und Teilhabe wahrnimmt“, sagt Bastian.

Wie nur wenige weitere Einrichtungen in der Stadt bietet das Haus vom Guten Hirten darüber hinaus einen Pflegebereich für Menschen mit geistiger oder seelischer Einschränkung an. Mit 20 Plätzen. „Aktuell werden 19 bisherige Bewohner und ein Zugezogener versorgt“, erläutert Eschmeier. Die Plätze seien begehrt. Dennoch: „Es braucht sich niemand zu scheuen, anzurufen und sich zu erkundigen“, sagt sie. Auch Informationen darüber – „schon bevor überhaupt eine Pflegebedürftigkeit eintritt“ – gebe man.

Besonders wies das Haus jetzt bei der Vorstellung seiner aktuellen Angebote auf die „Begegnungsmöglichkeiten“ hin, die Menschen aus dem Haus und aus dem Viertel zusammenbringen soll. Dazu zählen unter anderem die „Sitzgymnastik“, (montags und freitags von 10 bis 10.45 Uhr), ein Tanzcafé mit Live-Musik (1. Samstag/Monat, 15 bis 17 Uhr, ab 2. September) und ein „Repaircafé“ zum Reparieren defekter Gegenstände mit fachkundiger Unterstützung (3. Samstag/Monat, 14 bis 18 Uhr).

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