Staffelübergabe bei der SPD
Von Olberg zieht hochmotiviert in den Wahlkampf

Münster -

Vor über 100 SPD-Parteigenossen auf der Dachterrasse des Café Uferlos kam es jetzt zur offiziellen Staffelübergabe. Christoph Strässer scheidet aus dem Bundestag aus, Robert von Olberg kandidiert für die Sozialdemokraten bei der nächsten Bundestagswahl.

Sonntag, 23.07.2017, 21:07 Uhr

Robert von Olberg (l.) mit Generalsekretärin Svenja Schulze und Christoph Strässer
Robert von Olberg (l.) mit Generalsekretärin Svenja Schulze und Christoph Strässer Foto: con

„Nur Heiraten ist schöner“, beschrieb Christoph Strässer sein Gefühl beim Wahlerfolg vor 15 Jahren. Bei herrlichem Sonnenschein trafen sich am Freitagabend über 100 SPD-Parteigenossen auf der Dachterrasse des Café Uferlos zur offiziellen Staffelübergabe zwischen dem scheidenden Bundestagsabgeordneten Strässer und dem nächsten SPD-Bundestagskandidaten Robert von Olberg. Dieser fühlte sich bestärkt von der Atmosphäre und kündigte an, hochmotiviert in den Bundestagswahlkampf zu ziehen.

Das Hochzeits-Glücksgefühl kenne er bereits, jetzt setze er alle Kraft für den Wahlsieg ein: „Ich will keine freie Minute haben, in der ich Däumchen drehe“, verkündete er. Unterstützt wird er von seinem Wahlkampfteam mit Marita Otte und Malte Oppermann.

Svenja Schulze, Landtagsabgeordnete und Generalsekretärin der NRW-SPD, moderierte das Gespräch zum Wahlkampfauftakt. Sie fragte Strässer nach seinem Resümee nach 15 Jahren Bundestag . Immer wieder seien Kompromisse nötig gewesen, erläuterte Strässer und freute sich über politische Highlights wie Mindestlohn und Ehe für alle. Emotional am bewegendsten sei vor vier Jahren die 40-Jahres-Feier in Frankreich zum Elysée-Vertrag gewesen. Eine Gruppe deutscher und französischer Schüler sang die Nationalhymnen beider Länder. „Ganz, ganz großartig“, beschrieb er das Gefühl und hob die Bedeutung der europäischen Idee für Frieden und soziale Gerechtigkeit hervor.

Olberg äußerte „Heidenrespekt“ gegenüber seinen Vorgängern. Vorbildlich sehe er Strässers klare Haltung mit dem Willen, auch mal unbequem zu sein, selbst in den eigenen Reihen. Olberg sammelt seit 2009 Erfahrungen im Stadtrat, nachdem er als Jugendlicher bei den Jusos aktiv war. Strässer lernte ihn vor 13 Jahren kennen, als er ihm durch seine kritischen Fragen bei einer Podiumsdiskussion auffiel. Strässer gab ihm mit auf den Weg: „Klare Kante zeigen“.

So begann Olberg den Wahlkampf-Marathon, den er mit einer Sommertour durch Münsters Stadtteile fortsetzt, um mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen. Bekannte Gesichter werden ihn unterstützen: Andrea Nahles kommt am 19. August, Martin Schulz am 6 September.

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Nächster Termin für Robert von Olberg im Café Uferlos, Bismarckallee, ist am 1. August (Dienstag) die Teilnahme an der Podiumsdiskussion „Deutschland, die ‚nachdenkliche‘ Macht?“ (Beginn 17.30 Uhr).

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