Trauer um Constantin Freiherr Heereman von Zuydtwyck
„Er war ein großer Sohn Westfalens“

Münster -

Er hatte eine anziehende Ausstrahlung: Constantin Freiherr Heereman von Zuydtwyck, der am Mittwoch im Alter von 85 Jahren gestorben ist. Seine Leidenschaft galt neben der Familie der Landwirtschaft, der Jagd und der Reiterei – weit über das Münsterland hinaus. Um so betroffener macht sein Tod unzählige Menschen, die den früheren Bauernpräsidenten und CDU-Politiker kannten und ihm verbunden waren.

Donnerstag, 27.07.2017, 21:07 Uhr

Constantin Freiherr Heereman ist am Mittwoch im Alter von 85 Jahren verstorben.  
Constantin Freiherr Heereman ist am Mittwoch im Alter von 85 Jahren verstorben.   Foto: Uwe Zucchi

Dem Mühlenhof war der gebürtige Münsteraner stets zugetan. Noch im Juni saß er beim Müelendag in der ersten Reihe. Georg Berding, 1. Baas vom Mühlenhof-Trägerverein, kannte Heereman seit 15 Jahren. „Die Nachricht von seinem Tod erfüllt mich mit Trauer. Ich bin ihm unendlich dankbar, dass er den Mühlenhof in den letzten Jahren und Monaten unterstützt hat. Wenn es sein Terminkalender hergab, war er bei den Vorstandssitzungen dabei und gab uns gute Ratschläge.“ Heereman kannte Theo Breider – Ziehvater des Mühlenhofmuseums – nur zu gut. „Die beiden haben einiges ausgefochten. So wird immer noch das Döneken erzählt, dass Breider Heereman Eichen für den Mühlenhof abgeluchst hat“, berichtet Berding. Beim Männergesangverein Hiltrup 1848 war er Prokurator und besuchte regelmäßig die Konzerte, zuletzt im März.

Verfechter der Interessen der Bauern

Trauer besonders auch bei den Landwirten. „Es gibt niemanden im landwirtschaftlichen Bereich, der Baron Heereman nicht kannte. Er war omnipräsent, ein Verfechter für die Interessen der Bauern und jemand, der die Dinge beispiellos auf den Punkt bringen konnte. Ein Mann der klaren Worte und der klaren Kante“, sagt Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes.

„Mit großem Bedauern“, äußert sich Oberbürgermeister Markus Lewe, „haben wird vom Tod Freiherr Heeremans Kenntnis nehmen müssen. Er war ein großer Sohn Westfalens, der besonders die Bauernschaft des Münsterlandes wie auch der ganzen Bundesrepublik repräsentiert und deren Anliegen in der breiten Bevölkerung bewusst gemacht hat.“

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Auch im münsterischen Karneval hat Heereman viele Sympathien erworben und ist hoch dekoriert. Die KG Soffie von Gievenbeck zeichnete ihn mit der „Goldenen Soffie“ aus. Bei der KG Unwiesität war er Dr. humoris causa. Die Schlossgeister ernannten ihn zum „Freud- und Friedensritter“. Heereman war ferner Mückenstich-Ordensträger des Carnevals-Clubs Coerde, und mit der Goldenen Peitsche würdigten ihn die Fidelen Bierkutscher. 

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