Onkologische Station des Franziskushospitals
Vom Hospital ins Mutterhaus

Münster -

Die onkologische Station des St.-Franziskus-Hospitals ist umgezogen – aus dem Krankenhaus direkt ins benachbarte Mutterhaus der Mauritzer Franziskanerinnen.

Mittwoch, 16.08.2017, 22:08 Uhr

Die neuen Patientenzimmer im alten Mutterhaus-Trakt gefallen (v.l.) den Schwestern Maike Dirksmeyer und Jutta Schräder sowie Pflegedirektor Leonhard Decker.
Die neuen Patientenzimmer im alten Mutterhaus-Trakt gefallen (v.l.) den Schwestern Maike Dirksmeyer und Jutta Schräder sowie Pflegedirektor Leonhard Decker. Foto: Oliver Werner

Der Blick schweift direkt hinaus ins Grüne. Große Fenster, himmlische Ruhe in einem traumhaften Garten. „Hier kann man wirklich gesund werden“, sagt ein Patient geradezu hoffnungsfroh und gewährt einladend einen Blick in sein Zimmer. Und das ist schon etwas Besonderes: Die onkologische Station des St.-Franziskus-Hospitals ist umgezogen – aus dem Krankenhaus direkt ins benachbarte Mutterhaus der Mauritzer Franziskanerinnen. Das dortige Erdgeschoss, das viele Jahre seniorengerecht für die alten Schwestern des Ordens reserviert war, beherbergt jetzt die Station 50 – zurzeit noch zu erreichen über einen Containergang.

„Ja, mit den Baustellen müssen wir wohl noch länger leben“, weiß Leonhard Decker genau. Aber, so versichert der Pflegedirektor des Krankenhauses, man tue alles, um die Einschränkungen und Beeinträchtigungen für Patienten, Mitarbeiter und Besucher so gering wie möglich zu halten. Denn der Umzug dieser Station ist erst der Anfang: Auf dem Bauplan steht noch die Errichtung einer zweiten Station im ersten Obergeschoss des Mutterhauses. Ein weiterer Verbindungstrakt, der zurzeit die Krankenstationen der Ordensfrauen beherbergt, wird abgerissen und neu aufgebaut: „Man muss schon genau die Pläne im Blick behalten, um das Bettenrücken aufeinander abzustimmen“, sagt der Pflegedirektor, der froh ist, mit den baulichen Veränderungen vielen Patienten mehr und bessere Zimmer anbieten zu können. So sind die 27 Betten auf der Onkologie ausschließlich auf Ein- und Zwei-Bett-Zimmer verteilt. „Etwas anderes ist in den Räumen vom Zuschnitt her auch nicht möglich.“ Der große Vorteil beim Umbau aber sei gewesen, dass alle Zimmer bereits mit einem eigenen Bad- und Toilettenbereich ausgestattet waren.

Für den Orden, so weiß Leonhard Decker nach vielen Gesprächen und Verhandlungen mit den Mauritzer Franziskanerinnen, ist die Aufgabe von Räumlichkeiten und Flächen „ausgesprochen schmerzhaft“. Doch die Zahl der Schwestern sinke, die vielen Zimmer würden auf lange Sicht nicht mehr benötigt. „Deshalb haben wir schon seit Jahren Gespräche geführt und entsprechende Pläne für die Erweiterung der Hospitalzwecke aufgestellt“, berichtet er. Rund 500 000 Euro stecke man in Umbau und Sanierung dieses ersten Abschnitts.

Dann ziehen die Bauarbeiter in die erste Etage des Mutterhauses: Der dortige Exerzitienbereich wird komplett in Patientenzimmer umgewandelt, dort sollen noch einmal zwei neue Stationen entstehen. „Nachfrage und Bedarf wachsen stetig“, erläutert Decker, der aktuell 620 Betten für Patienten zur Verfügung hat.

Die Tatsache, dass in ihren ehemaligen Räumen Krankenversorgung einziehe, habe den Ordensfrauen die Entscheidung dafür wohl auch leichter gemacht. „Für Patienten zu sorgen, war immer die Bestimmung der Schwestern“, unterstreicht Leonhard Decker die Überlegungen. Er findet es „bemerkenswert und gut, dass sie diesen Weg jetzt mit uns gehen“. Es sei ganz sicher die bessere Lösung gegenüber einer sonst möglichen Fremdvermietung für Büro- oder Hotelnutzung.

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