Wo Museumsdirektor Arnhold Urlaub macht
Sehnsuchtsziel Südtirol

Münster -

Ein Tal in Südtirol ist das Sehnsuchtsziel von Hermann Arnhold. Doch der Leiter des LWL-Museums für Kunst und Kultur liebt auch noch eine andere Region in Europa.

Samstag, 26.08.2017, 13:08 Uhr

Hermann Arnhold, Direktor des Landesmuseums für Kunst und Kultur am Domplatz (r.), genießt die Ruhe und das Essen auf dem Mudlerhof im Gsieser Tal in Südtirol.
Hermann Arnhold, Direktor des Landesmuseums für Kunst und Kultur am Domplatz (r.), genießt die Ruhe und das Essen auf dem Mudlerhof im Gsieser Tal in Südtirol. Foto: privat

Erst vor wenigen Tagen ist Dr. Hermann Arnhold aus der Einsamkeit der Südtiroler Berge zurückgekehrt. Zwei Wochen lang war er Gast im Mudlerhof im Gsieser Tal. Vier Mal war er schon dort, und im nächsten Jahr wird er mit seiner Frau und seiner neunjährigen Tochter zum fünften Mal hinfahren.

Der einfache Bauernhof hoch oben in den Alpen ist für den Leiter des Landesmuseums für Kunst und Kultur ein Sehnsuchtsziel. Er schwärmt von Kühen und Ziegen, die dort auf den Wiesen stehen, den wunderbaren Wanderwegen, der Kinderfreundlichkeit der Gastgeber.

Vor allem aber: vom Essen. „Fünf Familien waren zeitgleich da, abends haben wir zusammen gegrillt.“ Und dann diese Spinatknödel! „Sie sind jetzt das Lieblingsessen meiner Tochter.“

"Da oben ist noch heile Welt"

Gemeinsam haben die drei Touren von Hütte zu Hütte gemacht, aber manchmal, sagt Arnhold, habe er auch einfach nur auf einem Stuhl gesessen und ins Tal geschaut, stundenlang. „Da oben“, sagt er, „da ist noch heile Welt. Da kann man wunderbar abschalten.“ Und lesen. Diesmal hatte er eine Biografie über den Schriftsteller Albert Camus dabei.

Arnhold hat allerdings nicht nur einen Lieblings-Urlaubsort. Er hat auch noch einen zweiten, und der liegt in Frankreich, das er seit seiner Jugend kennt und liebt: Ars-en-Ré auf der Ile de Ré bei La Rochelle. Die Luft dort sei wunderbar, sagt Arnhold und schwärmt vom Salz, das man dort regelrecht atmen könne. Auch hier wieder: Ruhe, keine Autos, Entspannung pur. Und: Essen.

„Dort gibt es hervorragende Austern. Mittags auf dem Marktplatz sitzen, eine Flasche Weißwein, 24 Austern“ – das ist für den Museumsleiter das totale Glück. Und das Beste: „Bei Austern nimmt man nicht mal zu.“

Im Urlaub wird meist auf Museen verzichtet

Ja, sagt Arnhold – und sein Gegenüber hat es längst bemerkt –, „ich bin ein Genießertyp“. Vielleicht hat das ja mit seinem Beruf zu tun, auch Kunst kann man genießen – und doch verzichtet er im Urlaub meist auf Museen und Ausstellungen, um in den schönsten Wochen des Jahres dann doch einmal komplett abschalten zu können.

Das klappt meistens, aber nicht immer. Im Herbst wird er vielleicht noch einmal verreisen. Nach Venedig, zur Biennale. Noch so ein Sehnsuchtsort von Hermann Arnhold . . .

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