14. Friedenskulturmonat startet
Friedensstadt Münster

Münster -

Am 1. September startet Münster in den 14. Friedenskulturmonat. Bis Ende Oktober ist eine ganze Reihe von Veranstaltungen geplant.

Sonntag, 27.08.2017, 12:08 Uhr

Stellten am „Train-Denkmal“, das an deutsche Kolonialkriege erinnert, das Programm für den Friedenskulturmonat vor: (v.l.) Dr. Georgios Tsakalidis, Dr. Dieter Kinkelbur, Manfred Kerklau, Jewgenij Arefiev und Dr. Ömer Yavuz.
Stellten am „Train-Denkmal“, das an deutsche Kolonialkriege erinnert, das Programm für den Friedenskulturmonat vor: (v.l.) Dr. Georgios Tsakalidis, Dr. Dieter Kinkelbur, Manfred Kerklau, Jewgenij Arefiev und Dr. Ömer Yavuz. Foto: kal

Der Friedenskulturmonat bietet in diesem Jahr gleich zwei Monate Programm – vom 1. September bis zum 30. Oktober. Einer der Höhepunkte soll eine szenische Lesung über die deutschen Kolonialkriege sein, und dafür kommt nach Einschätzung der Veranstalter nur ein Ort in Frage: das „Train-Denkmal“ an der Promenade, das die münsterischen Opfer dieser Kriege ehrt. Doch die Stadt hat dem Ansinnen eine Absage erteilt, so die Organisatoren am Freitag. Solche Veranstaltungen seien auf der Promenade nicht vorgesehen, man wolle keinen Präzedenzfall schaffen, so der Regisseur der Lesung, Manfred Kerklau .

Ob und wo diese Veranstaltung nun stattfinden wird, ist damit vorerst unklar. Dafür steht eine Reihe anderer Programmpunkte des zum mittlerweile 14. Mal stattfindenden Friedenskulturmonats fest. Los geht es am 1. September mit einer Kranzniederlegung am Zwinger und einer Veranstaltung mit der Holocaust-Überlebenden Erna de Vries , Anlass ist der Antikriegstag.

Vom 3. bis 9. September folgt eine „Brasilianische Woche gegen Rassismus“, am 5. September ist ein Fußball-Freundschaftsspiel zwischen Flüchtlingen und der Polizei geplant. „Ernstfall Frieden“ lautet das Thema eines Vortrages mit Wolfram Wette, der anlässlich des 125. Geburtstages der Deutschen Friedensgesellschaft am 8. September stattfindet.

Das 20. Kinder-Friedenstreffen mit einem Friedenslauf ist für den 12. September geplant, ein Treffen der Friedensgruppen und Religionsgemeinschaften am 21. September. Am 30. September findet das interkulturelle Friedensfest des Integrationsrates statt, am gleichen Tag erfolgt die zehnte Auflage des Friedensmahles.

„In Münster leben Menschen aus 160 Nationen friedlich zusammen. Wir wünschen uns, dass es auf der Welt ganz viele Münster gibt“, betont Dr. Ömer Yavuz, einer der Initiatoren des Friedenskulturmonats. Auf dem Weg dorthin könnten Gespräche und Diskussionen einen wichtigen Beitrag leisten.  

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5102106?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F3814581%2F
Maß nehmen für die neue Saison
Lagebesprechung auf der Bühne (v.l.):Sylwester Gajaszek (Leitung Bühnenbildbau), Jens Janke (Bühnenbild) und Dieter Basner (Technische Leitung) planen die Kulissen. Jürgen Christ
Nachrichten-Ticker