Kampagne unterstützt Schulanfänger
Münster sieht gelb – und passt auf

Münster -

Am Mittwoch wurde die 13. Auflage der Verkehrssicherheits-Kampagne „Münster sieht gelb“ gestartet. Alle 2560 Erstklässler haben signalfarbene Käppis erhalten, damit sie im Straßenverkehr besonders gut zu erkennen sind. Gleichzeitig werden Autofahrer ermahnt, zum Schulanfang besonders rücksichtsvoll unterwegs zu sein.

Donnerstag, 31.08.2017, 08:08 Uhr

Das Organisationsteam „Münster sieht gelb“ startete am Mittwoch die inzwischen 13. Verkehrssicherheitsinitiative für Schulanfänger. Die Käppis sind das Markenzeichen.
Das Organisationsteam „Münster sieht gelb“ startete am Mittwoch die inzwischen 13. Verkehrssicherheitsinitiative für Schulanfänger. Die Käppis sind das Markenzeichen. Foto: hpe

Sie sollen weit mehr sein als nur eine auffällige Kopfbedeckung für rund 2500 Schulanfänger, die ab dem heutigen ­Donnerstag einen für sie ­ un­gewohnten Bewegungs­spielraum im hektischen Großstadtverkehr erobern wollen. „Gelbe Käppis sollen alle Autofahrer sensibilisieren, besonders aufmerksam unterwegs zu sein und den Fuß vom Gas zu nehmen“, so Antenne-Münster-Chefredakteur Stefan Nottmeier .

Im 13. Jahr organisiert der lokale Radiosender die Ausstattung von nun insgesamt schon fast 40 000 i-Männchen mit den signalfarbenen Kappen. Begleitet wird die Aktion von Kampagnen.

Kinder malen Denk- und Dankzettel, die sie höchstpersönlich nach Geschwindigkeitskontrollen vor ihren Schulen an Autofahrer verteilen, die zu schnell unterwegs waren oder sich an die Temporegelung hielten. „Die Akzeptanz erhöht sich, weil die Betroffenen selbst aktiv sind“, so Nottmeier.

Die preisgekrönte Aktion „Münster sieht gelb“ ist für Oberbürgermeister Markus Lewe , der Schirmherr der Kampagne ist, aktuell be­sonders wichtig. „Die Stadt steckt voller unübersicht­licher Baustellen, viele Flüchtlingskinder sind erstmals auf dem Weg zum Unterricht. Da müssen alle aufpassen, die mit dem Auto oder Rad unterwegs sind“, so Lewe.

Das auffällige Gelb ist für Polizeipräsident Hajo Kuhlisch auch „ein Signal an die Eltern, ihre Kinder fit zu machen für den intensiven Verkehr auf Münsters Straßen“. Kuhlisch: „Mit dem gelben Käppi auf dem Rücksitz des Elterntaxis zu hocken, bringt nichts.“ Sein Appell, Rücksicht zu nehmen auf die schwächsten Verkehrsteilnehmer, wurde durch eine Aufklärungsaktion von Polizei-Verkehrssicherheitsberatern an der Ludgerus-Grundschule in Hiltrup begleitet. 2016 wurden auf Münsters Straßen 15 Kinder bei Unfällen schwer verletzt.

Für Schulamtsdirektorin Alice Lennartz hat die Aktion „eine Tragweite für die ganze Schule“. Alle Kinder wüssten, worum es gehe. Ältere unterstützen die „Neuen“, Käppis seien dabei „ein starkes Symbol“.

Mit Plakaten, Straßenbannern, Flyern und 120 Radiospots wird „Münster sieht gelb“ präsent. Die erste von acht Schüler-Tempomessungen mit Polizei und Verkehrswacht startet am 1. September in Gievenbeck.

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