Ideen für Angelmodde
Kita-Plätze und Sozialdienste gefragt

Münster-Angelmodde -

Anna-Maria Ittermann und Herbert Baczewski sind am heutigen Samstag dabei bei einem Stadtspaziergang. Sie haben viele Ideen, die sie mitbringen.

Samstag, 23.09.2017, 09:09 Uhr

Ihr Wunschliste für Angelmodde haben Anna-Maria Ittermann und Herbert Baczewski schon mal erstellt. Sie hoffen, bei ihrem Treffen am heutigen Samstag mit Vertretern der Stadt auch Gehör zu finden.
Ihr Wunschliste für Angelmodde haben Anna-Maria Ittermann und Herbert Baczewski schon mal erstellt. Sie hoffen, bei ihrem Treffen am heutigen Samstag mit Vertretern der Stadt auch Gehör zu finden. Foto: kb

Angelmodde gliedert sich in drei Teile: Ein Teil nennt sich Angelmodde-Dorf. Dieser Teil kommt auch daher wie ein in sich geschlossenes Dorf.

Dann gibt es Angelmodde-West, was so eng mit Gremmendorf verbunden ist, dass sich viele dort lebende Angelmodder auch fühlen wie Gremmendorfer.

Was bleibt, ist die Waldsiedlung in Angelmodde, der mancher gern das Attribut „Problemquartier“ anhängen möchten. Auf jeden Fall ist es nicht leicht, der Waldsiedlung Gehör zu verschaffen. Genau das indes haben Anna-Maria Ittermann und Herbert Baczewski vor, wenn sie am heutigen Samstag Vertreter der Stadt Münster bei einem so genannten Stadtspaziergang begleiten.

Aufgelegt wurde dieses neue Format, um den Vertretern ausgewählter Quartiere einmal die Möglichkeit zu geben, ihre Visionen, aber auch ihre Nöte zu präsentieren.

Und Nöte gibt es in der Waldsiedlung sehr wohl, wie Ittermann berichtet: „Es fehlen Kita-Plätze.“ Für die Waldsiedlung sei es auch keine Hilfe, „wenn neue Kita-Plätze in Angelmodde-Dorf geschaffen werden“. Da viele Anwohner in der Waldsiedlung über kein Auto verfügen würden, sei die Distanz zum Dorf einfach zu groß.

Ein weiteres Problem, bei dem Ittermann und Baczewski jedoch kaum noch Hoffnung auf Besserung haben, ist die stark ausgedünnte Einzelhandelsversorgung. Längst sei es üblich, nach Gremmendorf und Wolbeck zu fahren oder Geschäfte am Albersloher Weg aufzusuchen.

Gleichwohl strebt der Verein eine Revitalisierung des zentralen Clemens-August-Platzes an. Wenn schon vermutlich nicht mit Geschäften, dann doch mit „Dienstleistern aus dem Gesundheitsbereich“, wie es Anna-Maria Ittermann ausdrückt.

Die Präsenz der Caritas oder des Arbeiter-Samariter-Bundes im Quartier sei erwünscht, „zumal wir alle älter werden“. Genau darüber möchten Ittermann und Baczewski heute mit den Vertretern der Stadt reden.

Insgesamt sechs Stadtspaziergänge wird es in den kommenden Monaten geben. Die teilnehmenden Gruppen sind als Sieger aus einem Wettbewerb der Stadt Münster hervorgegangen. Weitere Veranstaltungen sind geplant in Gievenbeck, in Kinderhaus, im Hansaviertel, in Mauritz-Mitte und im Wissenschaftspark im Bereich Mendelstraße und Heisenbergstraße.

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