CDU-Kreisversammlung
Schulentwicklung auf der Agenda

Münster -

Bei der Versammlung der münsterischen CDU war Schulpolitik das große Thema der Tagesordnung. Aufmerksamkeit gab es aber auch für einen anderen Punkt: Ein Wechsel an der Spitze deutet sich an.

Freitag, 06.10.2017, 21:10 Uhr

Mitglieder der Projektgruppe Schulentwicklung bei der Abstimmung über ihre Vorlage in der Kreismitgliederversammlung der CDU Münster, links Constanze Gütz, rechts Niklas Weinhagen.
Mitglieder der Projektgruppe Schulentwicklung bei der Abstimmung über ihre Vorlage in der Kreismitgliederversammlung der CDU Münster, links Constanze Gütz, rechts Niklas Weinhagen. Foto: Andreas Hasenkamp

Um „Starke Schule – Starke Zukunft“ ging es vor allem bei der Kreismitgliederversammlung der CDU Münster am Donnerstag im Saal der Kreishandwerkerschaft. Das ist der Titel der Vorlage der Projektgruppe „Schulentwicklung“, die nun anderthalb Jahre an dem Thema gearbeitet hat und 2017 eine Serie von Veranstaltungen durchführte – mit den Hauptthemen Inklusion statt Förderschulen (mit Fragezeichen), G8 oder G9, offener versus gebundener Ganztag, Wertevermittlung und digitale Bildung.

Betroffene und Interessierte verschiedenen Alters gehörten zu der von Carmen Greefrath geleiteten Gruppe, eine gute Zusammensetzung, sagte Andree Burke . Beide hatten sich die Moderation der Veranstaltungen geteilt. Man habe in ihnen viel Wissen von Eltern und Lehrern aufgenommen, den „oft ungehörten Experten“ etwa für Fragen der Inklusion.

Bei Digitalisierung hinterher

Sie teilten sich die Präsentation: Weinhagen, Andree Burke, Greefrath und Constanze Gütz, vor sechs Jahren aus Leipzig nach Münster gekommen. Das Vermitteln von Werten solle sich nicht auf den Unterricht beschränken, man müsse auch die Familien stärken, so ein Punkt. Dem Unterricht in Religion oder Praktischer Philosophie komme eine hohe Bedeutung zu.

„Digitalisierung trägt zur Chancengleichheit bei“, unterstrich Petra Hensel-Stolz in einem ergänzenden Vortrag. Sie ließ auch Arbeit aus der Gruppe Digitalisierung einfließen: Deutschland hinke international „weit hinterher“.

Applaus für Rickfelder

Die anderen Abschlüsse neben dem Abitur einzuarbeiten trug die Versammlung der Projektgruppe nebst einen anderen Modifikationen auf; das zielt auf duale Bildung, Haupt- und Realschule, Berufskollegs. Dazu solle man eine weitere Veranstaltung anhängen – da könne Frank Rock, MdL hinzukommen: Der sollte am Donnerstag als schulpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion ein Impulsreferat geben, blieb aber im Sturm stecken. Die Projektgruppe fordert, die Haupt- und Realschulabschlüsse zu stärken.

Die Dankeschön-Kultur solle stärker gepflegt werden, hob der Kreisvorsitzende Josef Rickfelder hervor – und praktizierte es sogleich für zwei scheidende Ortsunions-Vorsitzende, Martin Schulze-Werner und Markus von Diepenbroick-Grüter . Applaus gab es für Rickfelder, der zum Abschluss des Abends erklärte, er wolle nicht erneut kandidieren.

Vier Fragen an:

Sybille Benning, Kandidatin für den Kreisvorsitz

Was hat Sie veranlasst, sich als Kreisvorsitzende zu bewerben?

Benning: Ich bin nach der Bundestagswahl von vielen münsterischen Parteifreunden angesprochen worden. Es geht darum, den durch die Bundestagswahl gewonnen Schwung für die CDU Münster zu nutzen.

Soll in Münsters CDU, wo im Vorfeld der Landtagswahl mit einer Vielzahl von Kandidaten Turbulenzen herrschten, mehr Ruhe einkehren?

Benning: Da gibt es keinen Zusammenhang. Wir haben zwei sehr erfolgreiche Wahlkämpfe in diesem Jahr geführt. Jetzt ist einfach ein guter Zeitpunkt einen Wechsel an der Spitze der CDU Münster einzuleiten.

Ist das nicht zu viel Arbeit: Bundestagsmandat und Kreisvorsitz?

Sybille Benning

Benning: Ich stehe ja nicht allein, die Arbeit kann man nur im Team schaffen – und ich bin sicher, dass das gelingt.

Gibt es weitere Kandidaten um den Vorsitz?

Benning: Davon weiß ich bisher nichts. 

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