Eigenes Rudelsingen
Westfalenfleiß ist atemlos

Münster -

Weg vom Arbeitsplatz und rauf auf die Tanzfläche: Den Mitarbeiter der Hauptwerkstätten von Westfalenfleiß wurde ein musikalischer Nachmittag geboten.

Mittwoch, 25.10.2017, 21:10 Uhr

Die Hände in die Luft und das Lächeln im Gesicht: Chorleiter und Musiker Leo Michalke (mit Hut) sang und tanzte mit den Mitarbeitern bei Westfalenfleiß. Die waren von den Liedern begeistert.
Die Hände in die Luft und das Lächeln im Gesicht: Chorleiter und Musiker Leo Michalke (mit Hut) sang und tanzte mit den Mitarbeitern bei Westfalenfleiß. Die waren von den Liedern begeistert. Foto: Oliver Werner

Die ersten Töne von Helene Fischer erklingen, Leo Michalke greift beherzt zum Mikrofon. Kaum hat er den Hit „Atemlos“ angestimmt, springen die Mitarbeiter der Firma Westfalenfleiß auf. Viele stürmen nach vorne, machen die Bühne zur Tanzfläche.

Der „Förderverein Kultur und Freizeit“ von Westfalenfleiß hat am Mittwoch alle Mitarbeiter der Hauptwerkstätten am Kesslerweg zum Singen und Tanzen eingeladen. „Rudelsingen“ – fast wie bei Erfinder David Rauterberg – wurde geboten.

Westfalenfleiß-Geschäftsführerin Gerda Fockenbrock erklärt, was der Förderverein mit solchen Veranstaltungen bezwecken will: „Menschen mit Behinderungen sollen an kulturellen Veranstaltungen teilhaben.“ Dieter Kunath hat die Tradition vor vielen Jahren ins Leben gerufen, erinnert sich Fockenbrock. Da habe es den Förderverein noch gar nicht gegeben. Künstler aus ganz Deutschland seien zu Westfalenfleiß gekommen, um den Menschen dort Kunst, Musik und Theater zu präsentieren.

Der Förderverein setzt den Gedanken fort und veranstaltet jährlich ein Konzert oder eine andere Veranstaltung während der Arbeitszeit. „Das ist eine schöne Bereicherung im Alltag“, sagt Gerda Fockenbrock. Das große Singen wurde nun zum ersten Mal veranstaltet und fand große Resonanz: Kaum einen Menschen bei Westfalenfleiß hat es am Mittwoch noch am Arbeitsplatz gehalten. „Wenn alle kommen, sind zwischen 250 und 300 Mitarbeiter hier“, freute sich die Geschäftsführerin.

Westfalenfleiß: Mitarbeiter singen und tanzen

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  • Die Hände in die Luft und das Lächeln im Gesicht: Chorleiter und Musiker Leo Michalke sang und tanzte mit den Mitarbeitern bei Westfalenfleiß. Die waren von den Liedern begeistert.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Hände in die Luft und das Lächeln im Gesicht: Chorleiter und Musiker Leo Michalke sang und tanzte mit den Mitarbeitern bei Westfalenfleiß. Die waren von den Liedern begeistert.

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    Foto: Oliver Werner

Leo Michalke wirbelte mit seinem Mikrofon in der Hand zwischen den Tanzenden umher. Der Musiklehrer leitet den Gospelchor von Westfalenfleiß, doch beim gemeinsamen Singen standen vor allem Schlager auf dem Programm.

Richtig textsicher waren die meisten Mitarbeiter nicht, doch das störte sie nicht: Sie drehten sich auf der Tanzfläche, reichten sich die Hände, klatschten und lachten. Für Fockenbrock war die Sache klar: „Tanzen kann man auch super, wenn man geistig behindert ist. Vielleicht sogar etwas ungezwungener.“

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