DFG fördert Forschung an der WWU
32 Millionen Euro für Spitzenforschung

Münster -

Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) verbucht einen dreifachen Erfolg: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) stellt insgesamt rund 32 Millionen Euro für drei Großprojekte zur Verfügung, die an der WWU angesiedelt sind beziehungsweise an denen sich WWU-Wissenschaftler beteiligen.

Mittwoch, 29.11.2017, 18:11 Uhr

Die DFG wird unter anderem einen Sonderforschungsbereich zur Zellforschung fördern.
Die DFG wird unter anderem einen Sonderforschungsbereich zur Zellforschung fördern. Foto: Matthias Ahlke

In der Biologie wird ein neuer Sonderforschungsbereich ( SFB ) zur Zellforschung eingerichtet – Sprecher des Projekts „Dynamische zelluläre Grenzflächen“ ist Prof. Dr. Christian Klämbt vom Institut für Neuro- und Verhaltensbiologie.

An einem zweiten bewilligten Vorhaben aus der Biologie – einem Transregio-Sonderforschungsbereich zum Thema „Das Individuum und seine ökologische Nische“ – sind der Evolutionsbiologe Prof. Dr. Joachim Kurtz als stellvertretender Sprecher sowie der Verhaltensbiologe Prof. Dr. Norbert Sachser beteiligt. Sprecher ist Prof. Dr. Oliver Krüger von der Universität Bielefeld .

Den dritten Erfolg verbuchen die Chemiker der WWU: Der Sonderforschungsbereich „Synergetische Effekte in der Chemie“ mit Sprecher Prof. Dr. Armido Studer wurde um weitere vier Jahre verlängert.

Insgesamt richtet die DFG 15 neue Sonderforschungsbereiche ein und stellt dafür 133 Millionen Euro für vier Jahre zur Verfügung. Hinzu kommt eine 22-prozentige Programmpauschale für indirekte Kosten aus den Forschungsprojekten. 21 SFB wurden um eine weitere Förderperiode verlängert. „Dass die WWU mit gleich drei Projekten erfolgreich war, ist eine große Auszeichnung – ein erneuter Beleg dafür, dass unsere Wissenschaftler international auf höchstem Niveau forschen“, unterstreicht Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels.

Im Fokus des SFB „Dynamische zelluläre Grenzflächen: Bildung und Funktion“ stehen die Schnittstellen zwischen einzelnen Zellen. Die Wissenschaftler wollen die molekularen Mechanismen dieser Schnittstellen verstehen und deren Bedeutung für die unterschiedlichen Gewebe und den Organismus untersuchen.

Der SFB „Das Individuum und seine ökologische Nische“ verknüpft Verhaltensbiologie, Ökologie und Evolutionsbiologie. Sein Ziel: zu zeigen, wie es Lebewesen gelingt, sich an ihre Umwelt anzupassen und so ihre eigene ökologische Nische zu finden und zu nutzen.

Die Wissenschaftler im SFB „Synergetische Effekte in der Chemie“ untersuchen, wie Molekülbausteine in chemischen Reaktionen gemeinsam und gleichzeitig chemische Umwandlungen beeinflussen.

Sonderforschungsprojekte

Sonderforschungsbereiche sind auf die Dauer von bis zu zwölf Jahren angelegte fächerübergreifende Forschungseinrichtungen der Hochschulen, die durch die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) gefördert werden. Sie ermöglichen die Bearbeitung innovativer und anspruchsvoller Forschungsvorhaben. Insgesamt gibt es nun neun Sonderforschungsbereiche (SFB), die an der WWU angesiedelt sind oder die hochschulübergreifend unter der Federführung von WWU-Forschern arbeiten. An weiteren vier hochschulübergreifenden SFB sind Wissenschaftler der WWU beteiligt.

...
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5321897?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F3814581%2F
Nachrichten-Ticker