Angebote der Freiwilligenagentur
Ehrenamt als Lernort

Münster -

Ob als Pate für ein Kind, als Helfer im Altenheim oder als Retter von Kröten: Ehrenamtliche gibt es in vielen Bereichen. Damit sie sicher sind in dem, was sie tun, bietet die Freiwilligenagentur in ihrer Akademie Fortbildungen an.

Sonntag, 17.12.2017, 18:12 Uhr

Auch 2018 können sich Ehrenamtliche fortbilden. Andrea Evers von der Freiwilligenagentur (l.), Petra Woldt (M.) von den Kommunale Stiftungen Münster und Cornelia Wilkens, Sozial- und Stiftungsdezernentin der Stadt, stellen das Programm vor.
Auch 2018 können sich Ehrenamtliche fortbilden. Andrea Evers von der Freiwilligenagentur (l.), Petra Woldt (M.) von den Kommunale Stiftungen Münster und Cornelia Wilkens, Sozial- und Stiftungsdezernentin der Stadt, stellen das Programm vor. Foto: anf

Rund 1000 Ehren- und Hauptamtliche haben in diesem Jahr die Weiterbildungsangebote der Freiwilligenakademie genutzt. Das hat Petra Woldt , Leiterin der Geschäftsstellen der Kommunalen Stiftungen in Münster, erklärt. Die Akademie gehört zur Freiwilligenagentur. Die gut 50 Workshops und Vorträge seien gut angenommen worden. „2017 war ein gutes Jahr“, so Woldt. „Das freut uns und spornt uns an.“

Seit acht Jahren gibt es die Akademie. „Angefangen haben wir mit zehn Weiterbildungsangeboten“, erinnert sich Andrea Evers . Sie ist bei der Freiwilligenagentur für die Akademie zuständig. Jede Veranstaltung werde von den Teilnehmern mit Schulnoten beurteilt, so Evers: „Die Bewertung liegt immer zwischen eins und zwei.“

Cornelia Wilkens, Sozial- und Stiftungsdezernentin der Stadt, bezeichnet die Akademie als „sehr etablierte Adresse für Fortbildung und Weiterbildung“. Das sei aber nur möglich, weil man nicht alleine, sondern mit fast 20 Kooperationspartnern zusammenarbeite. So gibt es in diesem Jahr beispielsweise ein neues Fortbildungsformat, das gemeinsam mit der Fachhochschule erarbeitet wurde.

Wilkens beobachtet in Münster ein „überdurchschnittliches Engagement“. Das sei nicht nur bei dem Hochwasser im Juli 2014, sondern vor allem während der Flüchtlingskrise deutlich geworden. „Für die Stadt bedeutet das, dass in schwierigen Situationen großer Rückhalt da ist“, freut sich die Sozialdezernentin. So hätte die Bewältigung der Flüchtlingskrise ohne die Ehrenamtlichen nicht funktioniert.

Doch nicht nur die Stadt, auch die Aktiven profitieren von ihrem Ehrenamt, findet Petra Woldt: „Das Ehrenamt ist auch ein Lernort.“ Dort verändere sich die Sichtweise von Menschen.

Auch 2018 geht die Fortbildung weiter. Etwa 70 Angebote gibt es, die meisten sind kostenlos. „Wir wollen vor allem Handlungssicherheit im Ehrenamt geben“, so Evers. Doch man wolle den Aktiven auch Wertschätzung geben und Wissen vermitteln, zum Beispiel zu rechtlichen Rahmenbedingungen. 

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