Offene Weihnacht an drei Orten in Münster
„Wir sind rundum versorgt“

Münster -

Zur Offenen Weihnacht waren Menschen an gleich drei Orten in der Stadt eingeladen: Im Pfarrer-Eltrop-Heim, im Hansahof und im Martini-Pfarrheim wurde gemeinsam gefeiert.

Dienstag, 26.12.2017, 16:46 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 26.12.2017, 16:46 Uhr
Über 50 Gäste finden im Pfarrer-Eltrop-Heim bei der Offenen Weihnacht Platz.
Über 50 Gäste finden im Pfarrer-Eltrop-Heim bei der Offenen Weihnacht Platz. Foto: con

Die Tische sind festlich mit Weihnachtssternen und bunten Tellern gedeckt. Klaviermusik erklingt, dann stimmen alle „O du fröhliche“ an.  Die Offene Weihnacht beginnt mit Kaffee und Kuchen. Später wird es Sauerbraten, Knödel und Rotkohl geben, traditionell von der Bundeswehr gekocht. Und das gleich an drei Orten an Heiligabend in Münster: im Pfarrer-Eltrop-Heim, im Hansahof und im Martini-Pfarrheim. 

Auf den öffentlichen Nahverkehr ist kein Gast angewiesen. Dank Sponsoren stehen Autos für Fahrdienste zur Verfügung. Doch ein Rentner aus Hiltrup hat sich trotzdem mit dem Rad auf den Weg gemacht an die Wolbecker Straße, weil dieses Mal die Offene Weihnacht in Hiltrup ausfiel. Die meisten Gäste kommen aus der Nachbarschaft, andere sogar aus Davensberg oder Herbern, berichtet Robert Große Liesner, der sich seit sechs Jahren als Helfer engagiert. Vor zwei Jahren wurde  der kleine Pfarrsaal zu eng. Im Pfarrer-Eltrop-Heim finden über 50 Gäste bequem Platz. 

Sehr gemütlich und heimelig ist die Atmosphäre auch im Hansahof, wo schon der Eingang von großen Kerzen erleuchtet wird. Über vierzig Besucher singen Weihnachtslieder zu Gitarrenmusik. Ursula Homm, Hansahof-Geschäftsführerin, strahlt. Sie feiert dort zum sechsten Mal die Offene Weihnacht, begrüßt Neuankömmlinge, führt sie zum Tisch. Gedichte werden vorgetragen, jemand hat seine Trompete mitgebracht. „Alle Jahre wieder“ erklingt in fröhlicher Runde. 

Um die gleiche Zeit begrüßt Hans-Josef Rossi , Koordinator der Offenen Weihnacht, Weihbischof Stefan Zekorn im Martini-Pfarrheim. „Das war keine Panne“, spricht der Weihbischof über die Geburt Christi in einer Krippe. „Wo wir uns klein und bedürftig fühlen, da ist Gott nahe“, verkündet er und überreicht jedem einen Kartengruß. Rossi bringt das Friedenslicht von der Martinikirche zum Pfarrheim und ermutigt die Besucher, bei sich selbst mit dem Frieden zu beginnen. Und alle singen in Begleitung der Altenberger Bläsergruppe „Stille Nacht“.  Rossi ist begeistert von der Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit münsterischer Firmen und Institutionen, ohne deren Geld- und Sachspenden dieses Fest so nicht möglich wäre.

„Wir sind rundum versorgt“, meint auch Besucherin Annette. „Wer nicht mit der Familie feiern kann, findet hier Trost.“

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