Training hilft gegen Betrüger
Uni-Psychologen bieten Workshops an

Münster -

Dr. Cathleen Cappes forscht an der Universität Münster im Bereich pädagogische Psychologie über Kriminalitätsgefährdung von älteren Menschen und der Furcht Älterer, Opfer eines Delikts zu werden. Senioren sind nach der Statistik generell nicht häufiger von Verbrechen betroffen als jüngere Menschen. Ausnahme ist der Betrug am Telefon. In Münster sind ältere Menschen in jüngerer Zeit vermehrt Opfer von Telefonbetrügereien, Stichwort „Enkeltrick“, geworden.

Donnerstag, 11.01.2018, 10:01 Uhr

Auf diesem Bild wird ein Enkeltrick simuliert: Kriminelle geben sich als nahe Angehörige aus und versuchen, Bargeld von Senioren zu erschleichen.
Auf diesem Bild wird ein Enkeltrick simuliert: Kriminelle geben sich als nahe Angehörige aus und versuchen, Bargeld von Senioren zu erschleichen. Foto: Oliver Werner

Mitunter klingeln auch als Handwerker oder Polizisten getarnte Kriminelle an, um sich unter Vorwänden Zutritt zur Wohnung zu verschaffen.

Um ältere Menschen besser vor solchen Situation zu schützen, hat Cathleen Cappes zusammen mit Studierenden und der Polizei Münster Trainingseinheiten konzipiert, die jetzt für ältere Münsteraner beziehungsweise für Angehörige älterer Menschen angeboten werden.

Die Kurse sind kostenlos und unabhängig voneinander buchbar. Die Teilnehmer erfahren, wie die Täter vorgehen und auf welche Warnsignale man achten sollte. Sie üben außerdem, wie man sich schützt, erklärt Cappes.

„Enkeltrick? Nicht mit meinen Angehörigen!“ – so heißt der Workshop, der am Dienstag (16. Januar) von 18.30 bis 20.30 Uhr im Universitätsgebäude an der Fliedner­straße 21, Raum Fl 129, stattfindet.

Diese Veranstaltung richtet sich an Angehörige. Es werden die Hintergründe zu Betrugsdelikten vermittelt und Informationen gegeben, wie sich ältere Menschen schützen können. Dabei wird auch darauf eingegangen, wie diese Informationen an die Angehörigen weitergegeben werden können. Eine Anmeldung ist bis Sonntag (14. Januar) erforderlich.

„,Nein’ zu Betrugsversuchen am Telefon – So können Sie sich schützen“: Dieser Workshop findet am 23. Januar von 10 bis 12 Uhr in der Fliednerstraße 21, Raum Fl 35, statt. Im Mittelpunkt steht ein Training zum Schutz vor Telefonbetrügern. Zur kostenlosen Teilnahme sind Menschen ab 65 Jahren eingeladen. Eine Anmeldung ist bis zum 18. Januar erforderlich.

Zum Thema

Interessenten melden sich an unter ' 0251 83-31397 oder per E-Mail an cathleen.kappes@uni-muenster.de.

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