120 neue Wohnungen
Studierendenwerk baut an der Busso-Peus-Straße 

Münster-Gievenbeck -

Vor allem wegen fehlender Grundstücke hatte das Studierendenwerk keine neuen Wohnheime mehr geplant. Nun wird doch noch einmal neu gebaut, kündigt Geschäftsführer Frank Olivier an. An der Busso-Peus-Straße in der Nähe des Max-Planck-Instituts errichtet das Werk in neues Wohngebäude mit 120 Plätzen.

Donnerstag, 15.02.2018, 08:02 Uhr

In Nachbarschaft dieser Wohnanlage an der Busso-Peus-Straße baut das Studierendenwerk eine weiteres Wohnheim mit 120 neuen Appartements.
In Nachbarschaft dieser Wohnanlage an der Busso-Peus-Straße baut das Studierendenwerk eine weiteres Wohnheim mit 120 neuen Appartements. Foto: Oliver Werner

„Dort gab es noch ein geeignetes Grundstück in Nachbarschaft des dort bestehenden Wohnheims“, erläutert Olivier . Baubeginn soll im Sommer dieses Jahres sein, neun Millionen Euro werden dort investiert. Verglichen mit anderen Aufgaben im Wohnheimbereich ist der Neubau aber eine kleine Aufgabe. Die Sanierung von 1100 Appartements des Studierendenwerks in Gievenbeck ist mit dem Komplex am Heekweg nun mit der Asbestsanierung angelaufen.

Appartements am Gescherweg werden saniert

Dort wird der Bau mit ursprünglich 357 Appartements neu errichtet. Im November, also kurz nach Beginn des Wintersemesters, sollen die Wohnungen wieder bezugsfertig sein, kündigt Frank Olivier an. Im Oktober sollen dann die 718 ebenfalls jeweils 17 Quadratmeter großen Appartements am Gescherweg saniert werden.

Ersatz für Bewohner während der Sanierung

Alle Bewohner müssen während der Sanierung ausziehen. Olivier ist froh, dass dies zumindest beim Heekweg „reibungslos geklappt“ hat. „Wir haben das sozialverträglich geschafft“, sagt er. Das Studentenwerk bemühe sich, für die Bewohner im eigenen Bestand Ersatz zu finden. Wer selbst eine andere Wohnung findet, müsse die üblichen Kündigungsfristen nicht einhalten.

Sanierung kostet rund 45 Millionen Euro

Die Sanierung der Gievenbecker Wohnheime kostet rund 45 Millionen Euro. 18 Millionen Euro davon schießt das Land dazu. Die Sanierung der mehr als 40 Jahre alten Bauten war von den Bewohnern seit langem angemahnt worden. Akute Probleme mit dem Brandschutz mussten vor einigen Jahren behoben werden.

Weniger, dafür größere Wohnungen

Nach der Generalsanierung werden in Gievenbeck weniger, aber dafür größere Wohnungen zur Verfügung stehen. Am Heekweg sieht die Planung vor, dass dort ab dem Herbst 306 Mieter in Ein- und Zweizimmer-Wohnungen einziehen können.

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Studentenklischees

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  • „In unserem Studiengang sind überwiegend Mädels“, geben die Pädagogik-Studentinnen Melina Leser und Lena Nau zu. „Die Jungs kenne ich alle“, berichtet Lena Nau, die schon im Master studiert. Die beiden Freundinnen sind sich einig: Es gibt nicht den typischen Erziehungswissenschaftler: „Die laufen rum, wie alle anderen auch: Dutt, enge Jeans – Mainstream eben“, findet Melina Leser, die sich im dritten Bachelorsemester befindet.

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  • Unauffällig, Frauenfach und Faulenzer? „Oft bezeichnet man uns Pädagogen als die Faulen oder auch als die Muttis“, lacht Lena Nau. Dadurch, dass das Fach von Frauen dominiert wird, erklärt sich auch das Pädagogik-Studentinnen-Klischee: „Kinder sind doch so süß, deswegen studiere ich das“. Laut Lena Nau denken immer noch viele so, „aber wer einmal in einer unserer Vorlesungen war, der weiß, dass das durchaus mehr ist.“

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  • Bei dem Wort Jura, als anspruchsvolles Studium bekannt, denken viele sofort an Aktentasche, Förmlichkeit und steifes Auftreten.  Ines Mittermeier und Jonas Bamberger bestätigen: „Ja, das Juraklischee von Poloshirt und Segelschuhen stimmt schon. Das passt zu etwa 50 Prozent in unserem Studiengang“. Sie haben gerade das erste Staatsexamen in ihrem Jurastudium erreicht und kennen sich mittlerweile gut aus, was diese Vorurteile angeht.

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  • Doch auch wenn sie diese  teilweise bestätigt sehen, so gibt es auch hier viele Ausnahmen: „Wenn bei uns auch niemand in Jogginghose im Hörsaal sitzt, so gibt es doch trotzdem Leute mit Dreadlocks und lässigerem Kleidungsstil.“ Obwohl es hier keine offizielle Kleiderordnung gebe, fänden sich manche Klischees mit 50-prozentiger Trefferquote doch bestätigt.

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  • Thomas Günther studiert evangelische Theologie und Französisch im Zwei-Fach- Bachelor. Klischees findet er schwierig einzuschätzen, denn gerade auf Studierende der Sprachwissenschaften würden keine einschlägigen Kategorien zutreffen: „Rein äußerlich sind die kaum von anderen zu unterscheiden.“

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  • Was Äußerlichkeiten betrifft, so erkenne man einen Volltheologen hauptsächlich am Kleidungsstil, so Günther: „Die meisten kleiden sich locker und achten wenig auf ihr überzeugendes Äußeres wie Lehramtsstudenten. Man könnte die zwei Rubriken Fachwissenschaftler und Praktiker schaffen, aber das stimmt natürlich auch nie zu 100 Prozent.“

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  • Untereinander ist das Verhältnis allerdings nicht diskriminierend. Im Gegenteil, beide Gruppen gehen entspannt mit den Klischees um: „Die einen blicken lächelnd auf die anderen sowie andersherum.“

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  • Dem Studienfach Mathematik haftet ein ganz eigener Ruf an: „Viele Menschen denken, dass Mathematikstudenten stille, unscheinbare Einzelgänger sind und wenig Sozialleben haben“, so Dinah Heilmann. Dabei sei das völlig fern der Wirklichkeit, denn „gerade in Mathematik ist Gruppenarbeit das A und O“. Als Studentin im sechsten Bachelorsemester ist sie schon so manchen Vorurteilen begegnet.

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  • So auch dem Klassiker, dass Mathematik ein typisches Männerfach sei. „Klar, die Frauenquote ist hier nicht so hoch“, lacht sie. Mit dem Vorurteil, dass Jungen schon seit Schulzeiten mehr mathematisches Verständnis haben, werde allerdings schon im ersten Semester aufgeräumt. Eine Überraschung hat sie desweilen noch parat: „Was eigentlich niemand vermutet, wir bestreiten ganz altmodisch jede Vorlesung mit Tafel und Kreide.“

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  • Laut Carolin Klapperich, Studentin im zweiten Bachelorsemester, halten sich so manche Klischees über das Studium des Grundschullehramtes hartnäckig. „Viele denken, dass wir den ganzen Tag nur Mandalas malen und mit Buntstiften durch die Gegend laufen, so ein Quatsch“, sagt Klapperich.

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  • Von anderen Studierenden, die das Fach für wenig anspruchsvoll halten, werden sie häufig nicht ganz ernst genommen. Gerade angehende Gymnasiallehrer belächeln sie gerne. Die Unterstellung, dass sie „in Mathematik nur das kleine Einmaleins wiederholen“, bekomme sie immer wieder zu hören. „Auch wenn viele meinen, dass das mit links zu schaffen ist, ist unser Studium alles andere als einfach. Der Fokus liegt eben mehr auf Didaktik.“

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