Gasometer
Alpenverein Münster verabschiedet sich vom Kletterprojekt

Münster -

Der Alpenverein in Münster wollte den alten Stadtwerke-Gasometer am Albersloher Weg zu einem Kletterparadies umgestalten. Aus Kostengründen sind die ehrgeizigen Pläne nun gescheitert.

Donnerstag, 15.02.2018, 07:00 Uhr

Groß war der Optimismus als der Alpenverein sein Projekt „Monte Gaso“ 2016 am Gasometer startete.
Groß war der Optimismus als der Alpenverein sein Projekt „Monte Gaso“ 2016 am Gasometer startete. Foto: hpe

Das ehrgeizige Projekt „Monte Gaso“ des Alpenvereins in Münster ist gescheitert: Weil allein die aus Sicherheitsgründen erforderliche Entrostung des Industriedenkmals am Albersloher Weg rund 800.000 Euro kosten würde und dieses Geld nicht durch Sponsoren aufgebracht werden kann, hat die Sektion Münster im Alpenverein nun entschieden, die Expedition abzubrechen. Der 2. Vorsitzende Christoph Jöst spricht von „eisigen Bedingungen“. und einer „bitteren Pille“ für die engagierten Mitglieder. Man bedauere als Alpenverein sehr, dass es offensichtlich nicht gelinge, in einer wachsenden und attraktiven Stadt eine attraktive Sportstätte realisieren zu können.

Alpenverein stellt das „Kletterparadies“ im Gasometer vor

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  • Der Deutsche Alpenverein (DAV) präsentierte am Samstag sein neues Domizil, den alten Stadtwerke-Gasometer am Albersloher Weg, erstmals der Öffentlichkeit. Außerdem stellte die Sektion Münster im DAV auch sein Nutzungskonzept „Kletterparadies“ für das grüne Areal an der Kreuzung zur Umgehungsstraße vor. Foto: con
  • Der Deutsche Alpenverein (DAV) präsentierte am Samstag sein neues Domizil, den alten Stadtwerke-Gasometer am Albersloher Weg, erstmals der Öffentlichkeit. Außerdem stellte die Sektion Münster im DAV auch sein Nutzungskonzept „Kletterparadies“ für das grüne Areal an der Kreuzung zur Umgehungsstraße vor. Foto: con
  • Der Deutsche Alpenverein (DAV) präsentierte am Samstag sein neues Domizil, den alten Stadtwerke-Gasometer am Albersloher Weg, erstmals der Öffentlichkeit. Außerdem stellte die Sektion Münster im DAV auch sein Nutzungskonzept „Kletterparadies“ für das grüne Areal an der Kreuzung zur Umgehungsstraße vor. Foto: con
  • Der Deutsche Alpenverein (DAV) präsentierte am Samstag sein neues Domizil, den alten Stadtwerke-Gasometer am Albersloher Weg, erstmals der Öffentlichkeit. Außerdem stellte die Sektion Münster im DAV auch sein Nutzungskonzept „Kletterparadies“ für das grüne Areal an der Kreuzung zur Umgehungsstraße vor. Foto: con
  • Der Deutsche Alpenverein (DAV) präsentierte am Samstag sein neues Domizil, den alten Stadtwerke-Gasometer am Albersloher Weg, erstmals der Öffentlichkeit. Außerdem stellte die Sektion Münster im DAV auch sein Nutzungskonzept „Kletterparadies“ für das grüne Areal an der Kreuzung zur Umgehungsstraße vor. Foto: con
  • Der Deutsche Alpenverein (DAV) präsentierte am Samstag sein neues Domizil, den alten Stadtwerke-Gasometer am Albersloher Weg, erstmals der Öffentlichkeit. Außerdem stellte die Sektion Münster im DAV auch sein Nutzungskonzept „Kletterparadies“ für das grüne Areal an der Kreuzung zur Umgehungsstraße vor. Foto: con
  • Der Deutsche Alpenverein (DAV) präsentierte am Samstag sein neues Domizil, den alten Stadtwerke-Gasometer am Albersloher Weg, erstmals der Öffentlichkeit. Außerdem stellte die Sektion Münster im DAV auch sein Nutzungskonzept „Kletterparadies“ für das grüne Areal an der Kreuzung zur Umgehungsstraße vor. Foto: con
  • Der Deutsche Alpenverein (DAV) präsentierte am Samstag sein neues Domizil, den alten Stadtwerke-Gasometer am Albersloher Weg, erstmals der Öffentlichkeit. Außerdem stellte die Sektion Münster im DAV auch sein Nutzungskonzept „Kletterparadies“ für das grüne Areal an der Kreuzung zur Umgehungsstraße vor. Foto: con
  • Der Deutsche Alpenverein (DAV) präsentierte am Samstag sein neues Domizil, den alten Stadtwerke-Gasometer am Albersloher Weg, erstmals der Öffentlichkeit. Außerdem stellte die Sektion Münster im DAV auch sein Nutzungskonzept „Kletterparadies“ für das grüne Areal an der Kreuzung zur Umgehungsstraße vor. Foto: con
  • Der Deutsche Alpenverein (DAV) präsentierte am Samstag sein neues Domizil, den alten Stadtwerke-Gasometer am Albersloher Weg, erstmals der Öffentlichkeit. Außerdem stellte die Sektion Münster im DAV auch sein Nutzungskonzept „Kletterparadies“ für das grüne Areal an der Kreuzung zur Umgehungsstraße vor. Foto: con
  • Der Deutsche Alpenverein (DAV) präsentierte am Samstag sein neues Domizil, den alten Stadtwerke-Gasometer am Albersloher Weg, erstmals der Öffentlichkeit. Außerdem stellte die Sektion Münster im DAV auch sein Nutzungskonzept „Kletterparadies“ für das grüne Areal an der Kreuzung zur Umgehungsstraße vor. Foto: con
  • Der Deutsche Alpenverein (DAV) präsentierte am Samstag sein neues Domizil, den alten Stadtwerke-Gasometer am Albersloher Weg, erstmals der Öffentlichkeit. Außerdem stellte die Sektion Münster im DAV auch sein Nutzungskonzept „Kletterparadies“ für das grüne Areal an der Kreuzung zur Umgehungsstraße vor. Foto: con

Der Verein wollte den Gasometer zu einem Kletterparadies umbauen, im alten Technikgebäude einen Mitgliedertreffpunkt einrichten und das grüne Areal rund um das Bauwerk als Naturlehrpfad und Freizeitstätte ausbauen. Erst Mitte vergangenen Jahres hatten Architekturstudenten viele Visionen für die Nutzung des Gasometer-Geländes als Erlebnisraum für alpine Sportarten der Öffentlichkeit vorgestellt.

Nutzungsoption im Herbst ausgelaufen

Mit den Stadtwerken, die Inhaber des Gasometers sind, war bereits laut Jöst eine „faire und tragbare Pacht“ ausgehandelt worden, ursprünglich wollte der Verein das Gelände langfristig anmieten und sukzessive ausbauen. 2017 gab es eine Nutzungsoption, die aber im Herbst auslief und nicht verlängert wurde. Weil allerdings weder von der Stadt noch von den Stadtwerken Signale kamen, die hohen Sanierungs- und Erhaltungsaufwände für den Gasometer mitzufinanzieren, sieht man nun keine Zukunft mehr für das Projekt. Auch die angestrebte Partnerschaft mit einem Hotelinvestor scheiterte, eine mögliche Förderquelle bei den NRW-Denkmalschützern sprudelte ebenfalls nicht.

Gasometer bleibt nun so wie er ist

Die Stadtwerke haben zumindest die 12.000 Euro für das Sanierungsgutachten gezahlt, mehr sei aber laut Stadtwerke-Sprecher Martin Schuster nicht möglich. Der Gasometer bleibt nun in dem Zustand, wie er ist. Für kulturelle Nutzungen, beispielsweise der Aufführung eines Theaterstücks, werde man aber immer ein offenes Ohr haben, so Schuster.

Der Alpenverein will nun nach einem Grundstück für ein Sektionszentrum mit Kletterhalle suchen. „Das wird angesichts unserer finanziellen und personellen Möglichkeiten extrem schwierig“, glaubt Jöst.

Ein Kommentar zum Thema

Mit dem Kletterparadies im alten Stadtwerke-Gasometer wollte der Alpenverein sein über 4600 Mitglieder starkes Vereinsleben mit attraktiven Ausbildungsmöglichkeiten vor Ort verbessern. Viel Herzblut und Engagement wurde in die Planungen gelegt, man träumte von einem Sektionszentrum am Fuße des Ex-Gasspeichers und hatte vor, rund um das Paradies für Freiluftkletterer eine familienfreundliche Freizeitfläche zu entwickeln.

Auch Visionen von Architekturstudenten waren schon auf dem Tisch und zeigten die mögliche Vielfalt, auf die sich Münsters Bevölkerung hätte freuen können. Nun ist der Gipfelsturm früh gescheitert, weil es keine Sponsoren gibt. Hätte man die aus Sicherheitsgründen erforderliche Sanierung gepackt, wären die Perspektiven machbar gewesen.

Weder Stadtwerke noch Stadt sind bereit, für die ohnehin notwendige Entrostung des Industriedenkmals einen knapp siebenstelligen Betrag in die Hand zu nehmen. Schade eigentlich. „Monte Gaso“ hätte Münsters sportliches Freizeitangebot deutlich bereichert. - Helmut P. Etzkorn

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