Rohrbruch im Mauritzviertel
Wechsel von Frost zu Tauwetter setzt Wasserleitungen zu

Münster -

Nichts fließt mehr: Bei einigen Anwohnern im Mauritzviertel kam am Donnerstagabend kein Wasser mehr aus der Leitung. Schuld war ein Rohrbruch.

Freitag, 02.03.2018, 17:03 Uhr

Freier Blick auf die Leitung: Am Stehrweg im Mauritzviertel saßen zehn Häuser auf dem Trockenen.
Freier Blick auf die Leitung: Am Stehrweg im Mauritzviertel saßen zehn Häuser auf dem Trockenen. Foto: Matthias Ahlke

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen wurde aus dem Mauritzviertel ein Rohrbruch gemeldet. „Passiert ist es am Donnerstag gegen 17 Uhr“, bestätigte Stadtwerke-Sprecher Florian Adler auf Anfrage. Zehn Haushalte am Stehrweg waren über Stunden ohne fließendes Wasser. Erst um kurz nach Mitternacht sei der Schaden behoben gewesen, so Adler.

„Der Grund für einen Rohrbruch lässt sich nicht immer so genau feststellen“, erläutert der Stadtwerke-Sprecher. Da es aber ein glatter Bruch gewesen sei, gehe man von Bodenbewegungen aus. Die ergeben sich laut Adler vor allem durch die aktuelle Wetterlage. Der Wechsel von Frost zu Tauwetter sorge dafür, dass ein hoher Druck auf eine Leitung ausgeübt werde. Dann kann es zum Bruch kommen, wie Adler sagt: „Das ist nicht ganz ungewöhnlich.“ Die Wasserleitung am Stehrweg sei zuletzt 1991 saniert worden: „Obwohl das alt klingt, ist das ist für Wasserleitungen noch recht neu.“ Die Leitungen aus Guss seien sehr langlebig.

In diesem Jahr zählten die Stadtwerke bereits 18 Rohrbrüche. Im gesamten Jahr 2017 habe es 110 Rohrbrüche gegeben. Beides ergebe im Durchschnitt zwei Rohrbrüche pro Woche, so Adler. Häufungen in bestimmten Viertel seien dabei nicht zu beobachten. Bei gut einem Drittel sei zudem ein Hausanschluss Schuld – und somit nur ein Haus betroffen. Doch auch sonst könne man die Störung meist auf wenige Häuser beschränken.  

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