Bauprojekte an der Mondstraße
Es wird enger in Mauritz

Münster -

Auf dem früheren Telekomgelände an der Mondstraße wird gebaut. Darüber sind nicht alle Anlieger erfreut. Die Bebauung sei zu dicht, kritisieren sie. Außerdem befürchten sie ein höheres Verkehrsaufkommen.

Sonntag, 11.03.2018, 20:03 Uhr

Gleich mehrere Bauprojekte sind auf dem früheren Telekom-Gelände an der Mondstraße geplant. Insgesamt entstehen hier 64 Wohneinheiten und fünf Reihenhäuser.
Gleich mehrere Bauprojekte sind auf dem früheren Telekom-Gelände an der Mondstraße geplant. Insgesamt entstehen hier 64 Wohneinheiten und fünf Reihenhäuser. Foto: Oliver Werner

Es tut sich was an der Mondstraße – doch das gefällt nicht jedem. Gleich drei Bauprojekte stehen auf dem früheren Telekom-Gelände an. Unsere Zeitung erreichten jedoch mehrere Anrufe von Anliegern, die sich über deren Ausmaße ärgern. Der Tenor: Die Bebauung ist zu dicht, die Häuser sind zu hoch, der Verkehr in der Umgebung wird deutlich zunehmen.

Die Rede ist von drei Vorhaben, eines ist bereits genehmigt, die beiden anderen stehen kurz vor der Baugenehmigung. Das ehemalige Telekom-Gebäude wird umgebaut und aufgestockt, in vier verschiedenen Hausabschnitten sollen 54 Wohneinheiten entstehen. Dann gibt es noch das Projekt „Wohnen in St. Mauritz“, das sich noch in der Genehmigungsphase befindet. Auf dem früheren Telekom-Parkplatz sollen fünf zweigeschossige Reihenhäuser gebaut werden. Schließlich das dritte Projekt: Im früheren Telekom-Gebäude direkt an der Mondstraße soll es nach dem Um- und Ausbau zehn Wohneinheiten geben.

Dirk Lohaus , Leiter des Bauordnungsamtes, berichtet, dass sich bei städtebaulichen Verdichtungen immer wieder Anlieger bei seiner Behörde meldeten und Kritik übten. „Solche Bedenken nehmen wir natürlich sehr ernst“, sagt Lohaus. Auf der anderen Seite braucht Münster dringend Wohnraum – und der werde jetzt mit den drei Projekten an der Mondstraße geschaffen. „Das ist doch erst einmal eine gute Nachricht“, sagt der Behördenleiter.

Lohaus räumt ein, dass es gerade im Bereich Mondstraße in den vergangenen Jahren eine Verdichtung gegeben habe. Dass diese auf dem früheren Telekom-Gelände eine Fortsetzung findet, sei allerdings durchaus „der bessere Weg“. Es sei nämlich im Vorfeld nicht ausgeschlossen gewesen, dass sich dort auch eine gewerbliche Nutzung ansiedeln könne. Zudem verweist er darauf, dass es sich bei einem Großteil des Telekom-Geländes um Stellflächen für den Fuhrpark gehandelt habe – der früher für viel Unruhe gesorgt habe.

Das, was dort nun entsteht, hält er jedenfalls in den Ausmaßen für verträglich. Zudem würden sich die Auswirkungen auf den Verkehr in Grenzen halten.

Zumal allein bei dem Projekt mit 54 Wohneinheiten 33 Stellplätze angelegt werden müssen. „Die Pkw bleiben damit nicht dem Straßenraum überlassen“, sagt er.

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