Groß-Demo am Samstag
Tausend für den Frieden in Afrin

Münster -

Die Militäroffensive der Türkei in Nordsyrien richtet sich gegen die Kurden. Dagegen will ein kürzlich gegründetes Netzwerk am Samstag demonstrieren. Es wird erwartet, dass viele dem Aufruf folgen werden.

Freitag, 06.04.2018, 07:04 Uhr

Jewgenij Arefiew, Mossa Olo, Anna Bündgens, Ronahi Alptekin und Metin Güler (v.l.) wollen mit vielen anderen für den Frieden in Afrin demonstrieren.
Jewgenij Arefiew, Mossa Olo, Anna Bündgens, Ronahi Alptekin und Metin Güler (v.l.) wollen mit vielen anderen für den Frieden in Afrin demonstrieren. Foto: Björn Meyer

Was in der Türkei unter dem so harmlos klingenden Namen „Operation Olivenzweig“ firmiert, ist für das „Netzwerk: Solidarität mit Afrin“ ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auf die Kurdenenklave.

Gleichzeitig werfen die verschiedenen Akteure des Netzwerks der Bundesregierung vor, die Türkei – vor allem durch Waffenlieferungen – bei diesem Krieg zu unterstützen. Um auf dieses Thema aufmerksam zu machen, hat das Netzwerk für Samstag eine Großdemonstration angekündigt, für die Veranstalter und Polizei über 1000 Demonstranten erwarten.

Verlauf des Demonstrationszuges

Um 15.30 Uhr werden sich die Teilnehmer gegenüber dem Hauptbahnhof am Hotel Conti versammeln. Nach einer kurzen Rede soll der Demonstrationszug über die Windthorstsraße, Verspoel, Ludgeristraße und Klemens­straße auf die Stubengasse führen, wo die Abschlusskundgebung mit diversen Rednern aus Zivilgesellschaft und Politik geplant ist. Die Polizei erwartet einen ruhigen Verlauf der Demonstration und auch der Veranstalter hat bereits angekündigt, man wolle sich auf keinen Fall von etwaigen Störern provozieren lassen.

„Wir stehen für Frieden“, betont Ronahi Alptekin als Sprecherin des Netzwerks. Das, so Alptekin, sei auch in der deutschen Bevölkerung angekommen: „Wir haben auf bisherige Aktionen sehr positive Resonanz bekommen.“ Ebensolche Resonanz erhoffen sich die Vertreter des Netzwerks auch von der Bundesregierung. „Scheinheilige Lippenbekenntnisse“, so Metin Güler sei man dagegen leid. Er forderte ein Ende der deutschen Unterstützung für die Türkei.

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