Prozess
Bund soll Umzug per Schiff zahlen

Münster -

Kreuzfahrtschiffe sind günstiger als gedacht: ein Oberstleutnant könnte den Umzug mit der „Queen Mary 2“ von der Bundesregierung bezahlt bekommen. Das Oberverwaltungsgericht in Münster berät am Freitag über die Klage des Mannes.

Montag, 16.04.2018, 16:04 Uhr

Mit der „Queen Mary 2“ ist ein Oberstleutnant und seine Familie nach Deutschland umgezogen – und will vom Bund das Geld zurück.
Mit der „Queen Mary 2“ ist ein Oberstleutnant und seine Familie nach Deutschland umgezogen – und will vom Bund das Geld zurück. Foto: dpa

Ein ehemaliger Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Washington möchte den Umzug seiner Familie mit dem Kreuzfahrtschiff „Queen Mary 2“ von der Bundesregierung bezahlt bekommen.

Keinen Streit gibt es nach den Worten eines Gerichtssprechers darüber, dass der einstige Militärattaché und Oberstleutnant im Generalstab der Botschaft auf Kosten seines Arbeitgebers mit seiner Familie und seinem Hausrat von den USA nach Hamburg umziehen durfte. Statt des Flugzeugs entschied sich die Familie aber, eine neuntägige Schiffsreise im September und Oktober 2013 von New York über Southampton nach Hamburg zu buchen. Die Kosten für die Innenkabine: 3400 Euro.

Economy- oder Business-Klasse?

Die Richter müssen nun prüfen, ob der Kläger aus dem Rhein-Sieg-Kreis Anspruch auf eine Flugreise mit der Economy- oder Business-Klasse hatte. Sollten sie zu dem Ergebnis kommen, dass die Familie in der teureren Business-Class hätte sitzen dürfen, wäre die Kreuzfahrt sogar deutlich günstiger gewesen.

Verwaltungsgericht in Köln wies Klage ab

Die Summe, die ein Economy-Flug gekostet hätte, ist dem Oberstleutnant schon überwiesen worden. In dem Prozess geht es um die Frage, ob der Bund die Differenz zu einem Businessflug auch noch überweisen muss.

Das Verwaltungsgericht Köln hatte die Klage abgewiesen.

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