Abschluss des Projekts „Wie fair is(s)t Münster?“
Experiment für eine gerechtere Welt

Münster -

In den Genuss einer Filmvorführung und vieler Leckereien kamen einige Münsteraner, die sich an einem Projekt zugunsten einer gerechteren Welt beteiligt haben.

Donnerstag, 19.04.2018, 19:04 Uhr

Alle wollten zugreifen, als bei der Abschlussveranstaltung viele fair gehandelte Speisen auf den Tisch kamen.
Alle wollten zugreifen, als bei der Abschlussveranstaltung viele fair gehandelte Speisen auf den Tisch kamen. Foto: Matthias Ahlke

Wochenlang hatten sich die teilnehmenden Gruppen des Projekts „Wie fair is(s)t Münster?“ mit der fair gehandelten Produktpalette in Münster beschäftigt. Am Mittwochabend folgte dann die Belohnung in Form einer Filmvorführung sowie eines gemeinsamen Abendessens. Übrigens auch mit einigen nicht fair gehandelten Lebensmitteln – aus einem ganz bestimmten Grund.

„Einige der Speisen hier sind Bio“, räumte Anne Nibbenhagen von der Steuerungsgruppe „Fair Trade Town Münster“ beim Blick auf den mit Häppchen bedeckten Tisch im „nebenan“ an der Warendorfer Straße ein und lieferte die passende Begründung gleich mit. Bio und Fair Trade, das seien zwar zwei unterschiedliche Dinge – beide seien aber gleichzeitig ein Puzzlestück für eine „gerechtere Welt“, betont sie. Das stärkere Bewusstsein für dieses Ziel sei auch die Rückmeldung vieler Gruppen gewesen, die sich in den vergangenen Wochen mit dem Thema beschäftigt hätten.

Einer davon gehörten Vincent Gladen (10) und sein Freund Franz Hater (11) an. Die beiden waren über die Garten-AG der Mathilde-Anneke-Gesamtschule zu dem Projekt gekommen und hellauf begeistert. „Wir hätten vorher nicht gedacht, dass es so viele fair gehandelte Lebensmittel in Münster gibt“, berichtete der Elf-jährige Franz vom gemeinsamen Einkauf mit seinen Mitschülern bei einer Supermarktkette. Die, so Lehrerin Marie-Christin Neise, die die Projektteilnahme mit ihrer Kollegin Silvia Taubert für die Schüler realisiert hatte, sei ganz bewusst gewählt worden: „Wir wollten einfach in einem Laden danach suchen, den wirklich jeder vor Ort hat“, so Neise.

Für die Schüler sei die Sache sowohl ein Riesenspaß als auch lehrreich gewesen. Unter anderem hätten sie im Zuge des Projekts sowohl das Essen zu Hause bei ihren Eltern als auch in der Schulmensa analysieren müssen.

Was hat Saison? Wodurch fällt viel Müll an? Für die Schüler gab es da einige Fragen zu klären. Die mit dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse sollen keineswegs nur den elf teilnehmenden Schülern vorbehalten bleiben. Am Freitagmorgen werden die Ergebnisse in einer Jahrgangsstufenversammlung auch den Mitschülern vorgestellt, verspricht Neise.

Für Anne Nibbenhagen und Susanne Rietkötter, Ansprechpartnerin bei der Stadt Münster zu Fair Trade, ist das genau der richtige Weg, um die Thematik bekannter zu machen. „Unserer Einschätzung nach geht es darum, die Menschen dafür zu begeistern“, glaubt Rietkötter, dass viele potenzielle Kunden auch die großen Warenanbieter dazu bewegen könnten, ihr Sortiment entsprechend auszurichten.

Damit es dazu kommt, soll es in Zukunft in Münster weitere Aktionen rund um das Thema geben. „Spruchreif ist es noch nicht, aber wir planen, die einzelnen Viertel noch genauer unter die Lupe zu nehmen“, verrät Anne Nibbenhagen.

Kochbuch

Ein kleines Kochbuch mit Lieblingsrezepten der verschiedenen Gruppen ist bei Susanne Rietkötter im Amt für Bürger- und Ratsservice, ' 0251-492 33 26, erhältlich.

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