Unesco-Projekt am Schillergymnasium
Beitrag zur Artenvielfalt

Münster -

Am Unesco-Projekttag haben 13 Schüler des Schillergymnasiums einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt geleistet. Mit Landwirt Jochen Wernsmann säten sie eine Blühmischung auf dessen Feld aus.

Dienstag, 24.04.2018, 21:04 Uhr

Am Unesco-Projekttag leisteten 13 Schüler des Schillergymnasiums einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Mit Landwirt Jochen Wernsmann säten sie eine Blühmischung auf dessen Feld aus.
Am Unesco-Projekttag leisteten 13 Schüler des Schillergymnasiums einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Mit Landwirt Jochen Wernsmann säten sie eine Blühmischung auf dessen Feld aus. Foto: Stadtmann

Rohrglanzgras, Zottelwicke, Esparsette – das sind nur drei Bespiele aus der vielfältigen Blühmischung, die 13 Schüler des Schillergymnasiums am Dienstag mit Landwirt Jochen Wernsmann auf seinem Feld an der Steinfurter Straße aussähen. Damit wollen sie am Unesco-Projekttag einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten.

Das Schillergymnasium gehört seit 2008 zum Netzwerk der Unesco-Schulen und verpflichtet sich damit, globale Themen und interkulturelles Lernen dauerhaft im schulischen Profil zu verankern und so auf globale Herausforderungen vorzubereiten. Das Bildungsziel der Unesco-Projektschulen lautet: Zusammenleben lernen in einer pluralistischen Welt in kultureller Vielfalt.

Anlegen eines Schulgartens

Das Schillergymnasium organisiert alle zwei Jahre einen Projekttag, der sich thematisch an den Zielen der Unesco orientiert. In diesem Jahr befassen sich die Projekte mit den „Sustainable Development Goals“, also mit nachhaltiger Entwicklung.

Bevor es aber global wird, muss erstmal klein angefangen werden: Dafür können sich die Schüler der Klassen fünf bis zwölf freiwillig für ein Projekt eintragen. Neben dem Blühstreifen gibt es auch den Besuch eines Imkers oder das Anlegen eines Schulgartens.

„Ich hoffe, dass unsere Schüler durch die Aussaat der Blühmischung dafür sensibilisiert werden, dass selbst die kleinsten Lebewesen für unser Ökosystem von Bedeutung sind“, sagt Lehrerin van den Boom.

Insektenhotel wird aufgestellt

Die Blühstreifen dienen einerseits als Nahrungsquelle für Insekten wie die Honigbiene, andererseits bieten sie auch einen Lebensraum für Fasane oder Feldhasen und erleichtern die Aufzucht der Jungtiere. Aber der Verzicht der Landwirte auf einen Teil ihrer Ernte ist bedeutsam: Rund 84 Prozent der heimischen Blütenpflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen, jedoch fehlt es vielerorts zunehmend an blühenden Flächen, sodass sich die Lebensbedingungen für Insekten verschlechtern.

Zehn Kilogramm Saatgut hat Hendrik Specht von der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft deswegen den Schüler zur Verfügung gestellt. Während sie dabei von den Landwirten Jochen Wernsmann und Alfons Neuhaus lernen, wie die Drillmaschine funktioniert, dürfen sie auch selbst aktiv werden. Die Sonnenblumen werden per Hand gesät, und sogar ein Insektenhotel wird aufgestellt. Im Juni/Juli können sie dann sehen und hören, wie sie mit ihrem Engagement ein im wahrsten Sinne „blühendes Leben“ geschaffen haben.

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