Umbau des Geomuseums
Zeitweilige „Auferstehung“ des Mammut-Skeletts in Ahlen

Münster -

Das Skelett des Ahlener Mammuts, Highlight der geologischen Sammlung der Uni Münster, wird nach elf Jahren wieder gezeigt. Allerdings nicht im Geomuseum in Münster, sondern vorerst in Ahlen, wo es vor über 100 Jahren gefunden wurde.

Donnerstag, 03.05.2018, 10:05 Uhr

Umbau des Geomuseums: Zeitweilige „Auferstehung“ des Mammut-Skeletts in Ahlen
Das gewaltige Mammutskelett ist im kleinen Heimatmuseum in Ahlen aufgebaut. Ab dem 13. Mai ist es dort zu besichtigen. Das Geomuseum der Universität an der Pferdegasse in Münster soll Anfang 2019 öffnen und ab dann das Mammut dauerhaft zeigen. Foto: Ulrich Gösmann

Für ein urzeitliches Mammut mögen elf Jahre keine lange Zeit sein. Für Menschen ist das eher eine gefühlte Ewigkeit – und genau so lange ist es her, dass das 1910 bei Ahlen gefun­dene Mammut-Skelett aus der Eiszeit im Geomuseum der Universität an der Pferdegasse abgebaut, verpackt und seither für die Öffentlichkeit nicht mehr zu sehen ist.

Nun taucht das über drei Meter hohe und fünf Meter lange Mammut, eines von insgesamt sieben ähnlichen in Deutschland gefundenen Skeletten, zumindest zeitweise wieder auf: Ab dem 13. Mai wird es für zwei Monate im Heimatmuseum Ahlen ausgestellt, bevor es erneut wieder zerlegt, verpackt und in eine Stuttgarter Präparatorenwerkstatt verschickt wird.

Ahlener Mammut wieder zu Hause

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  • Das Mammut wird für zwei Monate im Ahlener Heimatmuseum gezeigt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Mammut wird für zwei Monate im Ahlener Heimatmuseum gezeigt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Mammut wird für zwei Monate im Ahlener Heimatmuseum gezeigt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Mammut wird für zwei Monate im Ahlener Heimatmuseum gezeigt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Mammut wird für zwei Monate im Ahlener Heimatmuseum gezeigt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Mammut wird für zwei Monate im Ahlener Heimatmuseum gezeigt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Mammut wird für zwei Monate im Ahlener Heimatmuseum gezeigt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Mammut wird für zwei Monate im Ahlener Heimatmuseum gezeigt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Mammut wird für zwei Monate im Ahlener Heimatmuseum gezeigt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Mammut wird für zwei Monate im Ahlener Heimatmuseum gezeigt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Mammut wird für zwei Monate im Ahlener Heimatmuseum gezeigt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Mammut wird für zwei Monate im Ahlener Heimatmuseum gezeigt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Mammut wird für zwei Monate im Ahlener Heimatmuseum gezeigt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Mammut wird für zwei Monate im Ahlener Heimatmuseum gezeigt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Mammut wird für zwei Monate im Ahlener Heimatmuseum gezeigt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Mammut wird für zwei Monate im Ahlener Heimatmuseum gezeigt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Mammut wird für zwei Monate im Ahlener Heimatmuseum gezeigt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Mammut wird für zwei Monate im Ahlener Heimatmuseum gezeigt. Foto: Ulrich Gösmann

Museums-Umbau lässt auf sich warten

Das Skelett, das in der großen Eingangshalle des früheren Geomuseums der Uni stand, ist schon lange fertig präpariert – doch die Herrichtung der Landberg‘schen Kurie, des ältesten Gebäudes der Universität Münster zu einem modernen Museumsbau lässt bekanntlich auf sich warten. Geldmangel, neue konzeptionelle Überlegungen und Pannen beim Bau verzögerten das Projekt immer wieder. Doch jetzt sieht sich die Universität Münster, die einen hohen sechsstelligen Betrag an Spenden für die Umsetzung des Museumskonzepts gesammelt hat, auf der Zielgeraden. „Wir gehen davon aus, dass die Bauarbeiten im Herbst abgeschlossen sind“, zeigt sich Uni-Sprecher Norbert Robers optimistisch. Nach Einrichtung der Ausstellung könne das Museum dann voraussichtlich Anfang 2019 öffnen.

Star künftig im „Schaufenster“

Das Geomuseum soll unter dem Motto „Vom Urknall bis Westfalen“ rund 14 Milliarden Jahre Erdgeschichte illustrieren und ein Museum für die geologische Geschichte ganz Westfalens sein. Star unter den Exponaten wird das Mammut sein, das aus dem schon in der Wand des Museums eingebauten großen Fenster zum Domplatz schauen und so auch von außen sichtbar sein wird.

Das Konzept für die ­Präsentation der geologischen und mineralogischen Sammlung der Universität entstand unter Mitwirkung des Fachbereichs Design der Fachhochschule Münster und liegt seit Jahren fertig in der Schublade.

Wer nicht mehr bis zum nächsten Jahr auf ein ­Wiedersehen mit dem ­Mammut warten mag, kann den Eiszeitriesen bis Mitte Juli an Mittwochnachmittagen, samstags und sonntags im Heimatmuseum Ahlen, Wilhelmstraße 12, anschauen.

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