Annual-Ausstellung der Nachwuchsarchitekten
Mit Klebeband, Laser und Pappe

Münster -

Architekturstudierende lassen ihrer Kreativität freien Lauf: Bei der „Annual“ - ihrer Jahresausstellung auf dem Leonardo-Campus, geht es am Samstag um erweitere Perspektiven.

Samstag, 05.05.2018, 11:05 Uhr

Beeindruckende Raumperspektiven werden in einer Arbeit der „Annual" durch Klebestreifen hervorgerufen
Beeindruckende Raumperspektiven werden in einer Arbeit der „Annual" durch Klebestreifen hervorgerufen Foto: Oliver Werner

Im Studium geht es für die rund 900 Architekturstudierenden der Fachhochschule in der Regel um konkrete Planungen, um Berechnungen, Maße, Baustoffe, Kostenkalkulationen. An diesem Wochenende können sich der Architektennachwuchs kreativ verwirklichen. Die Ergebnisse der eher künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema Perspektive sind bei der diesjährigen Jahresausstellung „Annual“ der „Münster School of Architecture“ (msa) am heutigen Samstag auf dem Leonardo-Campus, im und um das Fachbereichsgebäude herum zu besichtigen.

Die einzelnen Jahrgänge der Bachelor-Studenten und der Masterstudierenden stellen jeweils ein Projekt vor. Außerdem präsentieren sie die Endprodukte von Workshops, die am Freitag auf dem Campus stattfanden. Mit großem Spaß, wie sich etwa rund um eine der alten Kastanien vor dem Fachbereichs-Gebäude zeigte. Beim Projekt „Baumhaus“ geht es um die bauliche Überwindung von Begrenzungen, vor in die Höhe.

Pavillon aus Papphülsen

Metallgerüste, erschließen nicht nur die Baumkrone der Kastanie, sondern auch Gebäudeteile, die sonst nicht zugänglich sind. Ob Besucher hinaufdürfen? „Nur unter Aufsicht“, sagt Paul Althaus. Er ist studentischer Prodekan des Fachbereichs und führt zusammen mit Marlene Tschepe aus dem Annaula-Team am Freitag schon einmal durch die Ausstellung.

Etwas entfernt, zwischen dem Bibliotheksgebäude der Architekten und der Kunstakademie bauen junge Leute Stühle und Bänke aus zusammenschraubbaren Rohren – im Nullkommanichts, Mies von der Rohes berühmter Freischwingerstuhl lässt grüßen. Etwas filigranere Fertigkeiten erfordert der große Pavillon aus Papphülsen mit hölzernen Verbindungsstücken in einer Netzstruktur , die per Laser präzise modelliert werden.

Annual-Ausstellung der Architektur-Studenten der FH

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  • Die Arbeiten der Architekturstudenten wollen die Perspektiven beim Planen und Bauen erweitern. Foto: Oliver Werner
  • Die Arbeiten der Architekturstudenten wollen die Perspektiven beim Planen und Bauen erweitern. Foto: Oliver Werner
  • Die Arbeiten der Architekturstudenten wollen die Perspektiven beim Planen und Bauen erweitern. Foto: Oliver Werner
  • Die Arbeiten der Architekturstudenten wollen die Perspektiven beim Planen und Bauen erweitern. Foto: Oliver Werner
  • Die Arbeiten der Architekturstudenten wollen die Perspektiven beim Planen und Bauen erweitern. Foto: Oliver Werner
  • Die Arbeiten der Architekturstudenten wollen die Perspektiven beim Planen und Bauen erweitern. Foto: Oliver Werner
  • Die Arbeiten der Architekturstudenten wollen die Perspektiven beim Planen und Bauen erweitern. Foto: Oliver Werner
  • Die Arbeiten der Architekturstudenten wollen die Perspektiven beim Planen und Bauen erweitern. Foto: Oliver Werner
  • Die Arbeiten der Architekturstudenten wollen die Perspektiven beim Planen und Bauen erweitern. Foto: Oliver Werner
  • Die Arbeiten der Architekturstudenten wollen die Perspektiven beim Planen und Bauen erweitern. Foto: Oliver Werner
  • Die Arbeiten der Architekturstudenten wollen die Perspektiven beim Planen und Bauen erweitern. Foto: Oliver Werner

Um Perspektiven auf die eigene Arbeit geht es in dem gezimmerten Durchgang, teils tapeziert mit Tintenklecks-Bildern und Gucklöchern, die den Blick auf Architekturgrößen wie Frank Lloyd Wright oder Le Corbusier freigeben. Die „jüngsten“ Studierenden haben mit neonfarbigen Klebeband und UV-Licht die dunklen, geraden Innenwände eines Kubus optisch wild erweitert und ermöglichen durch diese Sinnestäuschung faszinierende Raumeindrücke.

Glänzende Berufsaussichten in Zeiten des Baubooms

Zum Mitmachen und Zwiegespräch werden Besucher in einem Raum angeregt: Sie werden aufgefordert, aus einer Box Karten mit jeweils einer Aufgabe zu ziehen – und zu versuchen, diese mit Mitbesuchern zu diskutieren und zu lösen.

Traditionelles Ziel ist die „Annual“ ein Ziel auch für zahlreiche Architekten im Beruf. „Sie gehen hier auf Nachwuchssuche“, erzählt Paul Althaus. Momentan, in Zeiten des Baubooms, seien die Berufsaussichten für die Architekturstudenten „glänzend“.

Zum Thema

Die Annual“ auf dem Leonardo-Campus an der Steinfurter Straße ist nur heute von 9 bis 22 Uhr für Besucher geöffnet.

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