Zwei Aufführungen am 12. Mai
Vivat Pax: Friede ist mehr als ein Spiel

Münster -

Im vergangenen Herbst erlebte das traditionelle Historienspektakel zum Westfälischen Frieden im Rathaus-Innenhof einen Neustart: „Vivat Pax!“ war ein so großer Erfolg, dass es nun auch als offizieller Programmbeitrag des Stadtheimatbunds beim Katholikentag aufgeführt wird.

Mittwoch, 09.05.2018, 14:05 Uhr

Der Rathaus-Innenhof steht den Vivat-Pax-Machern nicht nur als Modell zur Verfügung (v.l.): Heinz Heidbrink, Sytske Ottink, Ursula Warnke, Dr. Christopher Görlich, Peter Kaenders, Hans-Peter Boer, Markus Kopf und Frank Philipp freuen sich schon auf die Aufführung.
Der Rathaus-Innenhof steht den Vivat-Pax-Machern nicht nur als Modell zur Verfügung (v.l.): Heinz Heidbrink, Sytske Ottink, Ursula Warnke, Dr. Christopher Görlich, Peter Kaenders, Hans-Peter Boer, Markus Kopf und Frank Philipp freuen sich schon auf die Aufführung. Foto: Matthias Ahlke

Was hat der Westfälische Friede von 1648 mit dem Katholikentag von 2018 zu tun? Sehr viel, sogar noch mehr als das Motto „Suche Frieden“ ahnen lässt. Denn der 30-jährige Krieg war vordergründig eben auch ein Krieg der christlichen Konfessionen. Sein Ende wäre ohne gegenseitige Toleranz und Akzeptanz nicht denkbar gewesen – ein wichtiges Lehrstück in einer immer vielfältigeren Welt.

Den Machern des Friedens-Schauspiels „Vivat Pax!“ geht es um Grundsätzliches, um die Schrecken des Krieges und den unschätzbaren Wert des Friedens an sich. Im Oktober 2017 wurde „Vivat Pax!“ zum ersten Mal im Rathaus-Innenhof aufgeführt, als zeitgemäßer Nachfolger des traditionellen Historienspektakels zum Friedensschluss von 1648. Autor Hans-Peter Boer und Regisseur Markus Kopf wollten zeigen, wie einfache Menschen des 17. Jahrhunderts die Ereignisse erlebten – und dabei eine Brücke in die Gegenwart schlagen.

Der Erfolg war groß, auch dank des Engagements zahlreicher ehrenamtlicher Darsteller und Organisatoren. Der Stadtheimatbund als Veranstalter möchte das Spiel nun dauerhaft im kulturellen Jahreskalender der Stadt verankert wissen und es dabei als „Work in Progress“ auch stets verändern.

Die Einladung, „Vivat Pax!“ als Beitrag der Stadtgesellschaft zum Programm des Katholikentags aufzuführen, wurde deshalb begeistert angenommen. Am Samstag (12. Mai) wird das Stück zwei Mal auf dem „Platz des Westfälischen Friedens“ gespielt, Beginn ist um 13 und 15 Uhr.

Die Bedingungen sind anspruchsvoll: Die 18 Darsteller, das zwölfköpfige Paulinum-Bläserensemble, die Akrobatengruppe des Hochschulsports und die zahlreichen Mitwirkenden hinter den Kulissen müssen punktgenau agieren, Platz für Aufzug und Kulissen organisieren und dabei mit einer gewissen Unruhe durch ein paar Tausend Zuschauer fertig werden. Die Technik macht’s möglich: „Ich gehe davon aus, dass wir uns durchsetzen“, sagt Regisseur Kopf zuversichtlich.

Eine Generalprobe des 60-minütigen Spiels beginnt am Freitag (11. Mai) um 12.30 Uhr. Wer die Aufführungen verpasst, kann sich den regulären Termin am 13. Oktober vormerken. Im Herbst ist zusätzlich eine Ausstellung geplant.  

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