Raumbedarf der Uni
Entwürfe für Musikcampus an der Hittorfstraße diskutiert

Münster -

Bisher befasste sich die Initiative „Schloss Platz Kultur 2020“ nur mit Fragen zum Schloss und seinem Umfeld. Nun setzte sich die Universität mit ihr zusammen, um mit ihr über etwas anderes zu sprechen: den angedachte Musikcampus an der Hittorfstraße hinter dem Schlossgarten.

Donnerstag, 07.06.2018, 15:26 Uhr aktualisiert: 07.06.2018, 16:16 Uhr
Die Entwürfe für einen Musikcampus wurden von den Mitgliedern der Initiative „Schloss Platz Kultur 2020“ anhand der vorgestellten Modelle diskutiert.
Die Entwürfe für einen Musikcampus wurden von den Mitgliedern der Initiative „Schloss Platz Kultur 2020“ anhand der vorgestellten Modelle diskutiert. Foto: Stefan Rethfeld

In ihren bisherigen Runden Tischen thematisierte die Initiative „Schloss Platz Kultur 2020“ unmittelbare Fragen zum Schloss und seinem Umfeld. Nun war die Universität selbst zu Gast, die das wiederaufgebaute Schloss als repräsentativen Hauptsitz nutzt. Doch im Mittelpunkt stand nicht das Schloss oder der Schlossplatz, sondern der angedachte Musikcampus an der Hittorfstraße hinter dem Schlossgarten.

Dringender Raumbedarf

WWU-Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels umriss noch nochmals den dringenden Raumbedarf, den er für die Universität sieht. Neben einem Konferenz- und Veranstaltungszentrum benötigten vor allem Musikhochschule, Musikpädagogik und Jugendakademie weiteren Platz. Ebenso fehle auch der Stadt seit Jahrzehnten ein angemessener Proben- und Konzertort für das Sinfonieorchester sowie der Westfälischen Schule für Musik der notwendige Raum zum Wachsen.

Gemeinsam sei daher die Idee entstanden, die Funktionen mit vielfachen Synergien in einem neuen Musikcampus zusammenzuführen. Als Standort favorisiere die Universität das landeseigene ehemalige Pharmazie-Gelände an der Hittorfstraße.

Studenten präsentierten Entwürfe

Einen ersten Testlauf durchlief die Idee im letzten Sommer. Im Rahmen eines Wettbewerbes der WWU erarbeiteten Architekturstudierende der Münster School of Architecture (MSA I) verschiedene Entwürfe: Wie könnte ein Musikcampus an der Hittorfstraße aussehen? Erstmals wurden diese Testentwürfe nun außerhalb der Hochschulwelt der Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei präsentierten die betreuenden Lehrer, Prof. Kirsten Schemel und Prof. Kazu Blumfeld Hanada, zusammen mit den Studierenden die fünf prämierten Arbeiten. Über 15 000 Quadratmeter Nettonutzfläche galt es zu verteilen. Als Kernstück aller Entwürfe erwies sich der hybrid zu nutzende Konzert- und Tagungssaal mit 1500 Plätzen.

Die Entwürfe reichten von mehrteiligen Ensembles bis zu großformatigen Einzelbauten. Vielfach bilden dabei die unterschiedlichen Nutzer eigene Adressen im Campus-Gefüge – und teilen sich die Gemeinschaftszonen, die auch Läden und Gastronomie vorsehen. Treppen, Galerien und Terrassen sorgen für großzügige Begegnungszonen.

Die Pläne machten jedoch ebenso deutlich, dass das bislang angedachte Raumprogramm deutlich die Größe des Schlosses übertrifft und nahezu an das Volumen der LBS heranreicht.

Andere Lösungen diskutiert

In der Diskussion wurde gefragt, ob nicht eine urbanere Lösung mit nahe beieinanderliegenden Orten passender für Münster wäre. In diesem Zuge kam der Schlossplatz wieder ins Spiel, der unter anderem mit Kalkmarkt, Gerichtsparkplatz und Lindenhof verschiedene Optionen für Stadt und Land als Flächeneigentümer bietet. Angeregt wurde, weitere Testentwürfe hierfür zu erstellen.

Danach möchte die Uni zusammen mit der Stadt ein Betreiberkonzept erstellen – um ihre Vorstellungen zu konkretisieren.

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