Schüler präsentieren „Projekt Frieden“ im LWL-Museum
Persönliche Perspektiven

Münster -

Über 100 Schülerinnen aus fünf verschiedenen Schulen präsentierten jetzt ihre Gruppenarbeiten aus dem „Projekt Frieden“ bei einem Aktionstag im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster. Das Projekt nahm die Ausstellungskooperation „Frieden. Von der Antike bis heute“ zum Ausgangspunkt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Montag, 25.06.2018, 11:00 Uhr

Schüler präsentieren „Projekt Frieden“ im LWL-Museum für Kunst und Kultur.
Schüler präsentieren „Projekt Frieden“ im LWL-Museum für Kunst und Kultur. Foto: LWL/Anne Neier

Die Kooperation wird getragen vom LWL-Museum für Kunst und Kultur, dem Kunstmuseum Pablo Picasso Münster, dem Archäologischen Museum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster , dem Bistum Münster und dem Stadtmuseum Münster. Die Ausstellung ist als Gemeinschaftprojekt „Frieden.Europa“ von Münster und Osnabrück ein Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr.

Die Schüler (zwölf bis 19 Jahre) haben sich ein halbes Jahr lang auf unterschiedliche Art und Weise dem Thema Frieden genähert. Die beteiligten Schulen und Altersgruppen sind gut gemischt: Mit dabei sind eine 7. Klasse des Ratsgymnasiums Münster, eine 9. Klasse der Geschwister-Scholl-Realschule Münster, eine 11. Klasse des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Münster sowie zwei internationale Förderklassen vom Ludwig-Erhard Berufskolleg Münster und den Technischen Schulen Steinfurt. Im Fokus stand der individuelle Zugang jedes Einzelnen: Familie, Alltag und Wohlfühlorte, aber auch Flucht und Krieg. Einige Schüler haben eigene Fluchterfahrungen gesammelt und definieren Frieden auf unterschiedliche Weise, heißt es weiter.

Eine gemeinsame „Vermessung“ des Begriffs „Frieden“ stand am Anfang des Projekts. Die Schüler fertigten Skizzenhefte an, die ihre persönliche Sicht auf das Thema widerspiegeln. Eigens entwickelte Friedenssticker, die auf Bücher geklebt wurden, führten zur Reflexion über historische Vorreiter solcher Sticker. „Im Sinne eines Briefbuchs, haben wir die Bücher von einem Schüler zum anderen gebracht“, erklärt Kunstvermittlerin Stephanie Sczepanek.

Der Bücheraustausch brachte neue Erfahrungen für die Schüler: „Es war sehr schön zu beobachten, dass die zu Beginn aufgekommene Scheu vor dem leeren Buch, dem unbekannten Briefpartner und den sprachlichen Fehlern, sich bald auflöste und die Schüler sich richtig auf die Bücher und die Botschaften freuten,“ führt Kunstvermittlerin Ronja Ganßauge aus. Präsentiert wurden im LWL-Museum für Kunst und Kultur die Ergebnisse des Projekts.

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