Projekt der Kirchengemeinde Heilig Kreuz
„Sprache baut Brücken“

Münster -

Menschen mit Migrationshintergrund sollen ihre Deutschkenntnisse verbessern und gleichzeitig in ungezwungener Form mit anderen Menschen in Kontakt kommen können: Diese Ziele verfolgt das neue Projekt „Sprache baut Brücken“ der Kirchengemeinde Heilig Kreuz.

Mittwoch, 04.07.2018, 21:00 Uhr

Die Kirchengemeinde Heilig Kreuz startet das Projekt „Sprache baut Brücken“ (hinten, v.l.): Margitta Franzen-Thoß, Gerlind Lefers-Eck, Andrea Voß-Frick, Christiane Berg, (vorne, v.l.) Lisa Kötter, Mehrnoush Zarrinkolah mit Tochter Termeh und Guido Vagedes.
Die Kirchengemeinde Heilig Kreuz startet das Projekt „Sprache baut Brücken“ (hinten, v.l.): Margitta Franzen-Thoß, Gerlind Lefers-Eck, Andrea Voß-Frick, Christiane Berg, (vorne, v.l.) Lisa Kötter, Mehrnoush Zarrinkolah mit Tochter Termeh und Guido Vagedes. Foto: Nicole Evering

Deutsch ungezwungen durch das Sprechen im Alltag erlernen, darauf zielt ein neues Projekt der Katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz ab. Außerdem sollen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund unverfänglich in Kontakt kommen – durch gemeinsam verbrachte Zeit.

„Sprache baut Brücken“ hat das Projektteam um die Pfarreiratsmitglieder Christiane Berg und Guido Vagedes sowie Andrea Voß-Frick seine Idee genannt. Fachliche Unterstützung bekommt es von Diplom-Sozialpädagogin Gerlind Lefert-Eck, die auch das Gemeindesozialbüro betreut. Das Ziel: „Menschen mit Migrationshintergrund und Muttersprachler in Kontakt bringen“, erklärt Christiane Berg. Die Sprachkenntnisse sollen beim Spazierengehen, Kochen oder bei anderen alltäglichen Unternehmungen vertieft werden. „Bei etwas, das beide Seiten gerne tun.“

Jeder Ehrenamtliche kann individuell entscheiden, wie viel Zeit er investieren möchte.

Guido Vagedes

Das Projektteam fungiert als Schnittstelle, die zunächst in Kennenlern-Gesprächen ähnliche Interessen oder Familienhintergründe ausmacht. Wie häufig die Personen sich dann nach der Vermittlung treffen und was sie gemeinsam unternehmen, bleibt ihnen überlassen. „Jeder Ehrenamtliche kann individuell entscheiden, wie viel Zeit er investieren möchte“, sagt Guido Vagedes. Der Gedanke sei, den Gemeindemitgliedern in der nördlichen Innenstadt, die sich ehrenamtlich einbringen möchten, ein niederschwelliges und weniger zeitintensives Angebot zu machen als beispielsweise bei einer Patenschaft.

Unomplizierter Kontakt

Margitta Franzen-Thoß hat über knapp drei Jahre ähnlich unkompliziert, aus privater Initiative heraus Kontakt zu einer syrischen Frau aufgebaut. „Nach fünf, sechs Treffen war das Eis gebrochen. Wir haben von unseren Familien erzählt und Dinge besprochen, die man nicht jeden fragt“, berichtet sie von ihrer Erfahrung, die sie als bereichernd für beide Seiten bezeichnet. „Das Projektteam im Hintergrund wird den Ehrenamtlichen Sicherheit geben“, bewertet sie die professionelle Unterstützung positiv.

Eine Sprachbegleitung wünscht sich auch Mehrnoush Zarrinkolah, die vor fünf Jahren aus dem Iran nach Deutschland gekommen ist. „Ich hätte gerne mehr Kontakt zu anderen Menschen hier“, sagt die junge Mutter. Da will die Kirchengemeinde ansetzen – um den Menschen mit Mi­grationshintergrund in Münster auch sprachlich eine Heimat zu schaffen.

Zum Thema

Fragen zum Projekt „Sprache baut Brücken“ beantwortet Andrea Voß-Frick, ' 0 15 78 / 6 16 06 95, E-Mail: voss-frick@web.de. Sie ist Ansprechpartnerin für Ehrenamtliche und für Menschen, die eine Sprachbegleitung wünschen.

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