WM-Häppchen
Französin aus Münster: „Mein Herz schlägt für beide Länder“

Münster -

Gesellschafterin im Kulturquartier, Mitglied des Musik-Trios „Tambala“ und der Kammermusik-Gruppe „Passepartwo“, als Musiklehrerin selbstständig – die Musik bestimmt das Leben von Audrey Lehrke. Am Dienstag drückt die Französin ihren Landsleuten im WM-Halbfinale gegen Belgien kräftig die Daumen. 

Dienstag, 10.07.2018, 12:11 Uhr

Audrey Lehrke
Audrey Lehrke Foto: Franziska von Schmeling

Geboren im französischen Le Mans, studierte sie an der münsterischen Abteilung der Hochschule für Musik Detmold . Ihr Fachgebiet ist das der Perkussion, genauer: das Vibraphon und das Marimbaphon. „Ich bin da leidenschaftlich dabei“, erzählt sie. Ersteres biete ein Repertoire von Bach bis zur Popmusik; diese Vielfalt habe sie im Studium zu schätzen gelernt.

In Münster lebt sie seit 20 Jahren, hier hat sie ihren Freundeskreis und ihre beiden Söhne. Mit ihrem Heimatland verbindet sie nur noch ihre Herkunft, Familie hat sie dort nicht mehr. Trotzdem schlägt ihr Herz – und die ihrer Söhne – bei der WM sowohl für Deutschland als auch für Frankreich.

Das WM-Aus hat ihr leidgetan, und umso mehr hofft sie jetzt, dass Frankreich ins Finale einzieht. „Das wäre schön für meine Kinder“, erklärt sie – die dann immer noch eine Mannschaft anfeuern könnten. Einen klaren Favoriten sieht sie im ersten Halb­finale jedoch nicht. „Ich glaube, jeder hat eine Chance.“

Das Rezept

Audrey Lehrke empfiehlt den klassischen Crêpe: Man verrührt 250 g Mehl mit drei Eiern und einem halben Liter Milch und brät den Teig in der Pfanne. Ihre beiden Söhne mögen dazu am liebsten Marmelade, Nutella oder Zimt und Zucker, sie selbst isst auch gerne herzhaften Crêpe.

...

 

Frankreich schlägt Uruguay mit 2:0

1/10
  • Frankreich zieht zum dritten Mal in ein WM-Halbfinale ein. Das Team von Trainer Didier Deschamps nimmt den Kampf gegen körperlich robuste Uruguayer an - und profitiert auch von einem krassen Torwartfehler.

    Foto: Hassan Ammar
  • Ein Tor von Innenverteidiger Raphaël Varane in der 40. Minute nach einem Foul an Bayern Münchens Corentin Tolisso und der Freistoß-Hereingabe von Griezmann sowie der Schuss des Angreifers in der 61. Minute, den Muslera durchrutschen ließ...

    Foto: Ricardo Mazalan
  • lässt die Grande Nation aber mehr denn je auf den zweiten Titel exakt 20 Jahre nach dem Triumph des heutigen Trainers Didier Deschamps hoffen.

    Foto: Christian Charisius
  • Ohne ihren verletzten und nicht mal im Kader aufgeführten Offensivstar Edinson Cavani machte es Uruguay dem Vizeeuropameister vor 43.319 Zuschauern lange schwer.

    Foto: Christian Charisius
  • Für Uruguay ging die Reise in Russland zu Ende: Den Ausfall von Cavani konnte die Mannschaft aus dem 3,5-Millionen-Einwohnerland...

    Foto: Christian Charisius
  • ... die bis dahin im gesamten Turnier erst einen Gegentreffer kassiert hatte, trotz Einsatzes und großer Leidenschaft nicht kompensieren.

    Foto: Christian Charisius
  • Schiedsrichter Nestor Pitana aus Argentinien (r.) gestikuliert.

    Foto: Christian Charisius
  • Uruguays Strategie war klar: Schneid abkaufen und den Gegner gar nicht zur Entfaltung kommen lassen. Das klappte zunächst. Uruguay machte Druck, Frankreich zeigte einmal mehr Schwächen in der Defensive, Varane wurde erstmal zum Unsicherheitsfaktor.

    Foto: Christian Charisius
  • Griezmann flankte aus dem rechten Halbfeld ins Zentrum, wo der 25-Jährige unhaltbar einköpfte - ausgerechnet Varane, der beim Viertelfinal-K.o. seines Teams gegen Deutschland 2014 beim Gegentreffer von Mats Hummels noch schlecht ausgesehen hatte.

    Foto: Sputnik
  • Auch nach dem Seitenwechsel bemühte sich Uruguay um Torgefahr, zumeist jedoch vergeblich.

    Foto: Hassan Ammar

 

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