Der Goldstandard ist nun das Ziel
Gemeinde St. Joseph Münster-Süd reicht Auszeichnung „Ökofaire Gemeinde“ nicht

Münster -

„Mit dem Einstieg in das Projekt ,Zukunft einkaufen – glaubwürdig wirtschaften im Bistum Münster’ ging ein Ruck durch die Kirchengemeinde“, erinnert sich Udo Schonhoff. „Das Entwickeln neuer Ideen verbindet die Gemeindeteile St. Joseph, Heilig Geist und St. Antonius und die 40 Gruppen über frühere Gemeindegrenzen und über Generationen hinweg und lässt uns zusammenwachsen.“

Donnerstag, 09.08.2018, 11:00 Uhr

Udo Schonhoff und seine Söhne Philipp, Sebastian und Tobias (v.l.) sind stolz auf die Auszeichnung von St. Josef Münster-Süd als „Ökofaire Kirchengemeinde“.
Udo Schonhoff und seine Söhne Philipp, Sebastian und Tobias (v.l.) sind stolz auf die Auszeichnung von St. Josef Münster-Süd als „Ökofaire Kirchengemeinde“. Foto: Karola Wiedemann

Der 56–Jährige ist wie seine drei Söhne Tobias (28 Jahre), Sebastian (26) und Philipp (22) ehrenamtlich aktiv in der Gemeinde. Er und die von seinen Söhnen vor Jahren mitgegründete „Fairhandelsgruppe“ haben maßgeblich dazu beigetragen, dass die Gemeinde St. Joseph Münster-Süd als eine der ersten im Bistum bereits in der Pilotphase im Herbst 2017 mit der Plakette „Ökofaire Gemeinde“ ausgezeichnet wurde.

Pilotphase beendet

Im Juni 2018 wurde die Pilotphase beendet und die Initiative vom Bistum offiziell gestartet, sodass jetzt alle Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen die Auszeichnung „Ökofaire Kirchengemeinde“ oder „Ökofaire Einrichtung“ – das ist „Level Eins“ des Umweltmanagement-Systems „Zukunft einkaufen – glaubwürdig wirtschaften im Bistum Münster“ – bekommen können, heißt es in einer Pressemitteilung. Voraussetzung ist eine Selbstverpflichtung, fünf von zehn ökofairen Kriterien in den folgenden drei Jahren zu erfüllen.

Verköstigungen, Geschenke und Kaffee

Allein mit dem Engagement der „Fairhandelsgruppe“ hat die Gemeinde längst die Hürde der fünf Kriterien genommen: Verköstigungen, Geschenke und Kaffee kommen in der Gemeinde aus fairem Handel. Mit zahlreichen Initiativen und Veranstaltungen engagieren sich insbesondere die circa 20 jungen Leute in der „Fairhandelsgruppe“ für die Ausweitung des fairen Handels, gerechtere Wirtschaftsstrukturen und bessere Lebensbedingungen für Kleinbauern in Entwicklungsländern.

Mehrweggeschirr und Recyclingpapier

Daneben kommen in der Gemeinde nur noch Mehrweggeschirr und Recyclingpapier zum Einsatz. Das bedeutet, dass circa 100 Hauptamtliche in den vier Kindertageseinrichtungen, einem Familienzentrum, einem Altenheim und den drei Gemeindeteilen an der ökofairen Ausrichtung ebenso mitwirken wie 400 ehrenamtlich Aktive. Zur Gemeinde gehören circa 15. 000 Mitglieder.

Vom Energieverbrauch bis hin zu Baumaterialien

Die Initiative des Bistums hat dort den Ehrgeiz angefacht, alle Kriterien zu erfüllen und Level zwei, die nächste Stufe des Umweltmanagement-Systems, zu erklimmen. „Wenn es den Goldstandard gibt, dann wollen wir ihn erreichen“, ist für Udo Schonhoff eine immer stärkere ökofaire Ausrichtung der Gemeinde vom Energieverbrauch bis hin zu den Baumaterialien das Ziel.

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