Ausstellung und Fotowettbewerb
Täuschend echt: 3D-Streetart in Münsters Arkaden

Münster -

Vier Kunstwerke in 3D-Optik zieren derzeit das einheitliche Schwarz-Weiß-Muster der Fliesen in Münsters Arkaden. Im zweiten Jahr infolge zwingt die Künstlerin Fredda Wouters die Betrachter ihrer Bilder ganz genau hinzuschauen. Und dabei gilt: Betreten erlaubt! Denn erst wenn das Publikum Teil der großformatigen Gemälde wird, erwachen die Bilder zum Leben. 

Donnerstag, 09.08.2018, 16:50 Uhr

Ausstellung und Fotowettbewerb: Täuschend echt: 3D-Streetart in Münsters Arkaden
Foto: Fredda Wouters

Ein Mädchen ist gefangen in einem Spinnennetz, eine Riesenspinne ist bedrohlich nahe und was macht die Mutter? Sie fotografiert. Und das ist auch gut so. Denn die Gefahr ist nicht real. Die 3D-Optik täuscht. Und die Bilder sind elementarer Teil der Ausstellung. Nur durch eine Linse kommt der Effekt zur Geltung. Nur logisch, dass ein Fotowettbewerb (Einsendeschluss: 12.8.2018) nach dem besten Schnappschuss sucht. 

Der Facebook-Post wird geladen

Die Idee zu der Ausstellung kommt aus Australien, verrät Rowena Bliedtner , Marketing-Mitarbeiterin der Arkaden. In Down Under hatten Teammitglieder eine ähnliche Aktion erspäht. Gemeinsam beschlossen sie, das Konzept auf Münster zu übertragen. Im Sommer 2017 feierten die Streetart-Kunstwerke in 3D Premiere. 

Zuvor hatte Bliedtner auf der Suche nach einem geeigneten Streetart-Künstler im Netz recherchiert. Gefunden hat sie Fredda Wouters aus Kevelaer. Von den Entwürfen war das Arkaden-Management sofort begeistert. Heute sagt Bliedtner: "Die Streetart-Reihe wird nur fortgeführt, wenn Wouters auch im nächsten Jahr zur Verfügung steht."

Für Wouters hielt die Arbeit in der Shopping-Mall besondere Herausforderungen bereit. „Das Fliesenmuster der Arkaden musste unbedingt in die Komposition miteinbezogen werden. Ohne die Anpassung an Umgebung und Lichtverhältnisse wirken die Bilder nicht“, erklärt die 32-jährige Künstlerin. Die mehrere Quadratmeter großen Bilder malte sie innerhalb von zwei Wochen. Außer dem Motto "Urlaub und Abenteuer" gab das Arkaden-Team der Künstlerin nichts vor.

Das Ergebnis kommt jedenfalls gut an: "Besucher aller Altersgruppen nutzen das Angebot und schmeißen sich regelrecht auf die Kunstwerke“, sagt Bliedtner im Gespräch mit unserer Zeitung. Oft beobachte sie, wie Jugendliche älteren Besuchern beim Umgang mit dem Smartphone helfen und die Wirkung der Bilder erklären. Nicht immer ist die Intention der Bilder auf Anhieb zu erkennen: Die dritte Dimension sieht man am besten von den vorgegebenen Fotopunkten mit dem Blick durch die Kamera. 

Am Fotowettbewerb nehmen in diesem Jahr bislang weniger Menschen teil als im Vorjahr, berichtet Bliedtner. Sie führt den Umstand auf die Datenschutzgrundverordnung zurück. Musste man 2017 nur ein Bild bei Facebook hochladen, ist jetzt eine Bestätigung der Teilnahmebedingungen erforderlich. Eine Hürde, die abschreckt, vermutet Bliedtner.

Kurz-Biografie Fredda Wouters

Fredda Wouters ist 1986 in Aachen geboren und wohnt seit frühester Kindheit in Kevelaer am Niederrhein. Nach einer Ausbildung zur Pferdewirtin und einem Marketing-Studium mit dem Schwerpunkt Tourismus- und Eventmanagement machte sie ihr Hobby zum Beruf. Mit der Straßenmalerei machte sie sich 2007 unter dem Namen "FreddArt Streetpainting" selbstständig. Ihre Kunst präsentierte sie auf zahlreichen internationalen Streetart-Festivals. Sie gewann mit ihren Bildern zahlreiche Preise im In- und Ausland.

...
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5964578?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F3814581%2F
Das Friedenslicht ist auf dem Weg durchs Münsterland
Das Friedenslicht erreicht am Sonntag Münster und wurde in einem feierlichen Gottesdienst weitergegeben.
Nachrichten-Ticker