Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser besucht Münster
Bio-Anbau soll weiter wachsen

Münster -

Für Passanten gab es am Mittwoch Bio-Speisen in der Klemensstraße zu kosten. Zubereitet hatte die Meisterkoch Markus Haxter.

Mittwoch, 22.08.2018, 18:35 Uhr aktualisiert: 22.08.2018, 19:00 Uhr
Gemeinsam mit den Kindern kochte Meisterkoch Markus Haxter (r.) vegetarische Bio-Speisen, die sich auch Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser schmecken ließ.
Gemeinsam mit den Kindern kochte Meisterkoch Markus Haxter (r.) vegetarische Bio-Speisen, die sich auch Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser schmecken ließ. Foto: Matthias Ahlke

Im Rahmen der Aktionstage Ökolandbau NRW, die streng genommen erst am 1. September beginnen, hat die NRW-Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Ursula Heinen-Esser, Münster besucht. Küchenmeister und Kochbuchautor Markus Haxter bereitete anlässlich ihres Besuchs gemeinsam mit Kindern, die ihre Ferienfreizeit derzeit auf dem Emshof in Telgte verbringen, vegetarische Speisen aus Bio-Anbau zu. Später beköstigte Haxter dann zudem Passanten in der Klemensstraße in Münster, um auch dort auf die Bio-Speisen aufmerksam zu machen.

Schon zuvor hatte sich Heinen-Esser, im Mai zur Nachfolgerin der zurückgetretenen Christina Schulze Föcking ernannt, zur aktuellen Situation der Bio-Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen geäußert. Der ökologische Anbau solle keine Nische sein. Vielmehr wolle man Betrieben die Möglichkeit geben, sich breit aufzustellen und effizient zu wirtschaften. Das ganze Land freilich sei nicht mit Produkten aus biologischem Anbau zu ernähren, meinte die Ministerin. Abseits dieser Erkenntnis, sei man mit den Zahlen in NRW noch nicht da, wo man sein wolle. Auf Nachfrage unserer Zeitung, wo man denn sei, musste sich die Ministerin allerdings erst einmal die aktuellen Zahlen reichen lassen. Demnach seien 6,6 Prozent der Betriebe sowie 5,7 Prozent der Fläche dem ökologischen Anbau zuzuschreiben. Der Bundesdurchschnitt dagegen kratze an zehn Prozent. Ob man diesen einholen oder sogar übertreffen wolle. „Man muss realistisch bleiben“, so die Antwort der Ministerin.

Zu lernen gab es derweil etwas von Koch Markus Haxter – und zwar nicht nur für die Kinder vom Emshof. Bei einem Test verschiedener Öle stellte Haxter heraus, dass es durchaus sinnvoll ist, etwa für ein Salatdressing, verschiedene Öle, wie Raps- und Sonnenblumenöl zu kombinieren.

Geschmacklich, auch darauf wies Markus Haxter hin, sei auch für ungeübte Gaumen durchaus ein Unterschied zu schmecken, ob es sich bei dem jeweiligen Bio-Produkt um Massenware oder ein Produkt aus einem kleineren Anbau handele.

Michael Radau, Vorsitzender der Super Bio Markt AG in Münster und Präsident des Handelsverbands NRW, stellte heraus: „Bio ist eine Erfolgsgeschichte, kein Supermarkt kommt heute mehr ohne Bio-Produkte aus. Das ist eine tolle Entwicklung.“

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