Erste Hilfe üben
Passanten werden zu Lebensrettern

Münster -

Die vier Hilfsorganisationen, vereint im Bündnis „Gemeinsam für Münster“ informierten am „Tag der Ersten Hilfe“ am Samstag in der City über lebensrettende Sofortmaßnahmen.

Sonntag, 16.09.2018, 20:55 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.09.2018, 17:31 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 16.09.2018, 20:55 Uhr
Die stabile Seitenlage gehört zu den lebensrettenden Sofortmaßnahmen. Unter Anleitung von Jessica Krause (l.) konnte jeder üben.
Die stabile Seitenlage gehört zu den lebensrettenden Sofortmaßnahmen. Unter Anleitung von Jessica Krause (l.) konnte jeder üben. Foto: hpe

Oft entscheiden Minuten über Leben und Tod und nicht immer sind professionelle Retter schnell am Ort des Geschehens: Wie Münsteraner zu erfolgreichen Lebensrettern werden können, dokumentierten die vier großen Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter und Malteser, die sich zum Bündnis „Gemeinsam für Münster“ zusammengeschlossen haben, am Samstag in der Innenstadt. An vier Stationen konnten Erste-Hilfe-Übungen beobachtet und unter fachkundiger Anleitung auch selbst durchgeführt werden.

Am Harsewinkelplatz wurde geübt, wie man nach einer tiefen Schnittverletzung den Druckverband richtig angelegt. Das Rote Kreuz schulte am Bahnhof die Helmabnahme bei verunglücken Motorradfahrern und am Aegidiimarkt stand die Herz-Lungen-Wiederbelebung im Fokus.

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) gab am Stadthaus I Tipps zur stabilen Seitenlage. ASB-Ausbildungsleiterin und Rettungssanitäterin Jessica Krause: „Nur 30 Prozent aller Menschen wissen im Ernstfall, was zu tun ist. Statistisch betrachtet hat jeder einmal im Leben einen lebensbedrohlichen Notfall, bei dem er die Hilfe von anderen Menschen, die zufällig vor Ort sind, benötigt.“

Die Aktion unter dem Motto „Münster Retter“ richtete sich als Geocache-Event besonders an junge Menschen und sollte eine „außergewöhnliche Verbindung von digitaler Schatzsuche und lebensrettenden Maßnahmen sein“, so ASB-Sprecherin Jana Vietmeier. Um den Startpunkt zu finden, mussten GPS-Daten ermittelt werden.

Wie wichtig gute Kenntnisse in Erster Hilfe seien, habe sich bei der Amokfahrt im April am Kiepenkerl gezeigt“, meint Vietmeier. Passanten und Gasthaus-Besucher waren es, die vor dem Eintreffen der Notärzte und Sanitäter die Opfer erstversorgten.

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