Aktion Biotonne auf dem Domplatz
Viele Fragen zum Thema Müll

Münster -

Mitten auf dem Wochenmarkt auf dem Domplatz zog das Thema Bio-Tonne am Samstag viele Interessenten zum Stand der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM).

Montag, 17.09.2018, 16:04 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 17.09.2018, 10:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 17.09.2018, 16:04 Uhr
Bereit zum Gespräch mit Bürgern über Biomüll (v.l.:): Carsten Wagner (VKU), Matthias Peck, Svenja Schulze, Patrick Hasenkamp und Josef Tumbrinck.
Bereit zum Gespräch mit Bürgern über Biomüll (v.l.:): Carsten Wagner (VKU), Matthias Peck, Svenja Schulze, Patrick Hasenkamp und Josef Tumbrinck. Foto: Andreas Hasenkamp

Auch zu einer Fragerunde mit Umweltministerin Svenja Schulze , Patrick Hasenkamp, Vizepräsident des Verbandes kommunaler Unternehmen ( VKU ) und Betriebsleiter der AWM, Josef Tumbrinck, NRW-Landesvorsitzender des Naturschutzbundes Deutschland e.V. (Nabu), und Matthias Peck , Dezernent für Wohnungsversorgung, Immobilien und Nachhaltigkeit der Stadt Münster. Das Bürgergespräch war Teil der Kampagne „Aktion Biotonne Deutschland“. 1500 Städte stehen bis Ende September auf dem Aktionsplan.

Wenn richtig getrennt wird, vereinfache das die Verarbeitung, so Schulze. Es entstehe Bodenverbesserer für Gartenbau und Landwirtschaft. Doch die Hälfte der häuslichen Bioabfälle lande im Restmüll, manches Plastik oder Glas im Biomüll. Ein Dorn im Auge sind der Runde die angeblich „kompostierbaren“ Müllbeutel. In Wirklichkeit verursachten sie reichlich Probleme. Warum die so hießen? „Weil sie sich gut verkaufen lassen“, so Peck.

Die Runde auf dem Domplatz nutzten viele Bürger für direkte Fragen. Diese zielten etwa auf das unkonstruktive Verhalten von Nachbarn, die Praxis des Mülltrennens in der Verwaltung oder Reste in der Biotonne nach dem Leeren.

Die Menschen seien bereit, ihr Verhalten zu ändern, so Peck. Man müsse sie aber informieren. Auch mal mit Augenzwinkern, sagte er mit einem Blick auf das Info-Material. Daneben gibt es Clips im Kino, und die AWM informieren auf Wochenmärkten. Hiltrup war schon dran, Gievenbeck, Kinderhaus und Coerde kämen noch, so Birgit Strotmann von den AWM. Damit die Kampagne bundesweit fruchtet, kooperieren die kommunale Unternehmen im VKU, der einen Fachausschuss für Öffentlichkeitsarbeit hat, wie Hasenkamp erläuterte.

„Heute rennen sie uns den Stand ein“, sagt Strotmann zum Interesse der Bürger. Sie ist viel Info-Material für Kinder und Schulen losgeworden, Ratgeber mit „Tipps, Tricks und Infos rund um den Bioabfall“ und auch die kleinen Biomüll-Kisten „Biotoni“ mitsamt Papiertüten.

Neben Tipps zum Trennen gab es auch diesen: Weniger Müll anfallen lassen.

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