Bürgerprotest gegen AfD-Büro
„Das Südviertel zeigt Gesicht“

Münster -

Die „Initiative Südviertel – keine Nachbarschaft mit der AfD!“ zeigt unter dem Motto „Das Südviertel zeigt Gesicht“ Flagge gegen das im März eröffnete AfD-Parteibüro. Ihr Statement ist klar: Vielfalt statt Ausgrenzung.

Dienstag, 16.10.2018, 11:34 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 15.10.2018, 17:30 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 16.10.2018, 11:34 Uhr
Mitwirkende der Initiative „Südviertel – keine Nachbarschaft mit der AfD“.
Mitwirkende der Initiative „Südviertel – keine Nachbarschaft mit der AfD“. Foto: privat

Unter dem Motto „Das Südviertel zeigt Gesicht“ hat die „Initiative Südviertel – keine Nachbarschaft mit der AfD !“ mit einer ersten Aktion begonnen, um Flagge gegen das im März eröffnete AfD-Parteibüro zu zeigen. Anwohner, die sich in der offenen Initiative zusammengefunden haben, verteilten jetzt einen Flyer im Viertel, der die Bewohner über das AfD-Büro informiert.

„Dass es ein AfD-Büro in unserem Viertel gibt, haben viele noch gar nicht mitbekommen. Das Südviertel ist ein buntes Viertel, das für Toleranz und Offenheit steht“, sagt Kai Bürger von der Initiative, „Rassismus und Ausgrenzung sind hier fehl am Platz“.

Engagement zeigen

Die Anwohner in der Initiative wollen sich mit dem AfD-Büro in ihrer Nachbarschaft nicht abfinden, heißt es in einer Pressemitteilung. Sie wollen der AfD mit friedlichen und vielfältigen Protestaktionen entgegentreten. „Die AfD ist eine Partei, die immer wieder mit rechtsextremen und faschistischen Gedankengut auffällt“, so Katharina Köhnke, „dieser Ideologie stellen wir uns entgegen, in unserem Viertel sollen sich Menschen aller Glaubensrichtungen und Herkunft zu Hause und willkommen fühlen – nicht aber intolerante Menschen, die andere aufgrund solcher Merkmale diskriminieren“.

Mit dem Flyer will die Initiative auch alle Bürger einladen, sich solidarisch und demokratisch im Südviertel zu engagieren und in der Initiative mitzumachen. Die nächste Aktion sei schon geplant. Es werden kostenlose Poster an zentralen Stellen im Viertel ausliegen, die von den Einwohnern in die Fenster gehangen werden können.

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