Schüler zum Beach-Clean-Up nach England
Reise zur größten Müllkippe der Welt

Münster -

Alle Welt redet über Plastikmüll in den Meeren – Schüler des Hans-Böckler-Berufskollegs wollen jetzt mehr, als nur darüber zu reden. Sie helfen beim Beach-Clean-Up im englischen Cornwall.

Dienstag, 30.10.2018, 08:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 30.10.2018, 08:00 Uhr
Vor dem Bild eines vermüllten Strandes in Cornwall posierten am Montag Schüler des Hans-Böckler-Berufskollegs. Sie werden in dieser Woche nach Cornwall aufbrechen und einen Tag lang selber einen Strand reinigen.
Vor dem Bild eines vermüllten Strandes in Cornwall posierten am Montag Schüler des Hans-Böckler-Berufskollegs. Sie werden in dieser Woche nach Cornwall aufbrechen und einen Tag lang selber einen Strand reinigen. Foto: Björn Meyer

Wenn in der Grafschaft Cornwall im Südwesten Englands der Sommer endet und nur noch wenige Touristen die Strände bevölkern, dann beginnt die Zeit der Herbststürme. Es ist ein Naturschauspiel, wenn meterhohe Wellen ein ums andere Mal am Ufer zerschellen.

Doch die Stürme tragen nicht nur das aufgetürmte Wasser, sondern noch etwas an Land: eine Unmenge Plastik. Schüler des Hans-Böckler-Berufskollegs haben sich mit der Problematik von Plastik und dem daraus resultierenden Mikroplastik be- und einen ganz besonderen Plan gefasst. Sie wollen im Zuge einer Bildungsfahrt einen Tag lang einen sogenannten Beach-Clean-Up in Cornwall durchführen.

„Das ist ein brisantes Thema“, findet Lehrer Thomas Schneider und fügt im Bezug auf die Ausbildung der Schüler zu Chemisch-technischen Assistenten an: „Es geht auch darum, nicht nur Fragen bezüglich der Produktion, sondern auch der Ethik zu besprechen.“

Europäischen Gedanken gleich mit stärken

Die Schüler sehen das offenbar ähnlich: „Wir wollen mit der Aktion auf die Situation aufmerksam machen und möglichst viele Leute damit erreichen“, sagt Fabian Kommoss, einer der 19 Schüler, die am 2. November die 14-tägige Bildungsreise antreten werden.

Seine Mitschülerin Malina Saul hofft derweil noch so ganz nebenbei den europäischen Gedanken bei der gemeinsamen Aktion mit den Briten stärken zu können. Einige ihrer Fundstücke wollen die Schüler zudem nach ihrer Reise in einer Ausstellung präsentieren.

Es ist ein globales Problem, das von diesem Projekt auf eine lokale Eben gebracht wird.

Dorothee Jäckering, Abfallwirtschaftsbetriebe Münster

Dass Grenzen bei der Problematik keine Rolle spielen, das sehen auch Manuela Feldkamp und Dorothee Jäckering so. Sie vertraten am Montag die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster, die das Projekt ebenso wie die hiesige EU-Geschäftsstelle unterstützen. „Es ist ein globales Problem, das von diesem Projekt auf eine lokale Eben gebracht wird“, lobte Jäckering, Abfallpädagogin bei den AWM, das Engagement. AWM-Sprecherin Feldkamp machte darauf aufmerksam, dass Müllvermeidung, vor allem die Vermeidung von Müll in der freien Natur, ein entscheidender Faktor in der gesamten Thematik sei.

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