„Sammlung Wegner“ übergeben
Museum erhält174 antike Exponate

Münster -

Dem Archäologischen Museum ist am Donnerstag die „Sammlung Wegner“ mit 174 Exponaten aus der griechischen und römischen Antike übergeben worden. Max Wegner war einst Direktor des Museums. Nun hat sich die Familie entscheiden, den größten Teil seiner Privatsammlung dem Museum zu stiften.

Freitag, 09.11.2018, 15:04 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.11.2018, 21:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 09.11.2018, 15:04 Uhr
Freuen sich über die Stiftung der „Sammlung Wegner“ (v.l.): Helge Nieswandt (Archäologisches Museum), Clemens Wegner (Erbengemeinschaft), Achim Lichtenberger (Archäologisches Museum) und Thomas Großbölting (Dekan).
Freuen sich über die Stiftung der „Sammlung Wegner“ (v.l.): Helge Nieswandt (Archäologisches Museum), Clemens Wegner (Erbengemeinschaft), Achim Lichtenberger (Archäologisches Museum) und Thomas Großbölting (Dekan). Foto: kal

Eine griechische Vase mit Szenen aus der Unterwelt aus dem fünften Jahrhundert vor Christus, ein Gefäß aus der ägäischen Bronzezeit, hergestellt um 1350 vor Christus, eine Reiterfigur aus Terrakotta aus dem sechsten Jahrhundert vor Christus – diese und 171 weitere Exponate befinden sich ab sofort im Besitz des Archäologischen Museums der Universität Münster. Die Kollektion trägt den Namen „Sammlung Wegner“, bekannt nach Prof. Dr. Max Wegner (1902 bis 1998), einstiger Ordinarius des Archäologischen Seminars und Direktor des Archäologischen Museums, an dessen Wiederaufbau er nach dem Zweiten Weltkrieg entscheidend beteiligt war.

Ein Jahr nach dem Tod von Wegners Frau hat sich die Erbengemeinschaft nun entschieden, dessen Sammlung römischer und vor allem griechischer Antiken aus der Zeit vom dritten Jahrtausend vor Christus bis 500 nach Christus geschlossen dem Archäologischen Museum zu übergeben. Zwei Drittel der auf 45 000 Euro geschätzten Kollektion hat die Familie gestiftet, für den restlichen Betrag kamen der Fachbereich Geschichte/Philosophie und die Keykeion-Stiftung auf.

Im Rahmen einer Feierstunde wurde die Sammlung am Donnerstag – dem 20. Todestag von Prof. Wegner – im Fürstenberghaus offiziell überreicht. „Im Wohnzimmer meiner Eltern hat die Sammlung über Jahrzehnte Familie und Besucher begeistert“, betonte Wegners Sohn Clemens. „Dass sie nun an das Museum geht, ist in seinem Sinne.“

Von einem „freudigen Ereignis“ sprach der Dekan des Fachbereichs, Prof. Dr. Thomas Großbölting. Prof. Dr. Achim Lichtenberger, Direktor des Museums, betonte, dass die Exponate nicht nur Forschung und Lehre zur Verfügung stehen werden, sondern zum Teil auch im Archäologischen Museum ausgestellt werden sollen – nach dessen Wiedereröffnung Ende 2019.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6176292?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F3814581%2F
Großfeuer bei Schweinezüchter: 2.500 Tiere tot
Zwei Feuerwehrmänner laufen an dem brennenden Stall eines Schweinezüchters vorbei.
Nachrichten-Ticker