„Singing in the light of God“
Christliches Rudelsingen: Stimmen in guter Stimmung

Münster -

Rudelsingen ist in Münster schon seit vielen Jahren beliebt. Der evangelische Popkantor Hans Werner Scharnowski hat nun ein „christliches Rudelsingen“ in der Erlöserkirche organisiert.

Sonntag, 11.11.2018, 18:00 Uhr aktualisiert: 11.11.2018, 18:20 Uhr
Rund 220 Besucher hatten sich zum Gesangs-Event „Singing in the light of God“ in der Erlöserkirche eingefunden, um gemeinsam internationale Kirchenlieder zu singen.
Rund 220 Besucher hatten sich zum Gesangs-Event „Singing in the light of God“ in der Erlöserkirche eingefunden, um gemeinsam internationale Kirchenlieder zu singen. Foto: Claus Röttig

Wer an Kirchenmusik denkt, denkt zunächst oft an Choräle: feierlich, getragen, ernst und ehrwürdig. Dabei ist die Kirchenmusik von heute bunter und vielseitiger. Diesen Beweis hat der evangelische Popkantor Hans Werner Scharnowski schon oft erbracht. Nun wollte er noch einen Schritt weiter gehen: Unter dem Titel „Singing in the light of God“ („Singen im Lichte Gottes“) fand ein gemeinsames Gesangs-Event in der Erlöserkirche statt. Rund 220 Musikfreunde hatten sich dazu eingefunden.

„Es ist so eine Art christliches Rudelsingen“, meint Scharnowski und schmunzelt. So könne man zeigen, wie bunt die Kirchenmusik auf der ganzen Welt sei. „Man braucht nur einmal an Gospel zu denken oder an die südafrikanischen Feierlieder, da sieht man sofort, dass es nicht immer Choräle seien müssen.” Wobei der Popkantor betont, dass er die traditionellen Choräle durchaus zu schätze wisse. „Aber es ist eben nur ein Teil der Musik.”

  Foto: Claus Röttig

Dem Publikum gefällt es sichtlich, und so stimmen alle nach den ersten Takten kräftig ein. Schon im Vorfeld brachte es eine Seniorin auf den Punkt: „Es gibt so viel mehr in der Kirche als nur das Gesangbuch. Dafür muss man nur offen sein!”

Organisiert wurde das ökumenische Singen von der „MÖWe“, dem „Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung“, sowie der Vereinigten evangelischen Mission. „Parallel zum Singen findet auch eine Konsultation von Kirchenmusikern statt, das passt doch wunderbar”, freut sich Scharnowski.

Es komme nicht darauf an, wie gut jemand singen könne. „Natürlich gibt es Menschen, die singen ganz wunderbar auch vielstimmig, aber es geht uns in erster Linie um das gemeinsame Erlebnis.” Daher habe er sich im Vorfeld nach weltweiten Liedern umgeschaut und eine Auswahl getroffen. „Da sind neben Klassikern wie ,Ein feste Burg‘ auch Lieder wie ,10 000 Reasons‘ oder Musik aus Südafrika dabei.” Bei der Auswahl und der Verbreitung sei aber auch das Internet eine große Hilfe gewesen. „So kann man zeigen, dass die Musik nicht nur eng, sondern sehr bunt ist”, meint der Popkantor. Im Vorfeld habe er zahlreiche Gemeinden aller Konfessionen nach ihren Charts gefragt und extra ein Gesangbuch zusammengestellt.

Unterstützt wurde Hans Werner Scharnowski von Mitgliedern der Evangelischen Popakademie und von Judy Bailey als besonderem Gast.

  Foto: Claus Röttig

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