Verleihung am 28. Januar
Ehrendoktorwürde für Präses Annette Kurschus

Münster -

Die Evangelisch-Theologische Fakultät der WWU verleiht am 28. Januar der leitenden Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, die Ehrendoktorwürde. Damit würdigt sie ihre Verdienste für den Dialog zwischen Religion und Gesellschaft.

Mittwoch, 14.11.2018, 10:10 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 13.11.2018, 12:46 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 14.11.2018, 10:10 Uhr
Die Uni Münster verleiht Präses Annette Kurschus die Ehrendoktorwürde.
Die Uni Münster verleiht Präses Annette Kurschus die Ehrendoktorwürde. Foto: EKvW

Ehrendoktorwürde für Präses Annette Kurschus : Die Evangelisch-Theologische Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) verleiht am 28. Januar der leitenden Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen den Titel einer Doktorin ehrenhalber (Dr. theol. h.c.). Damit würdigt die WWU-Fakultät die besonderen Verdienste der Präses für Theologie und Kirche, insbesondere für den Dialog zwischen Religion und Gesellschaft, heißt es in einer Mitteilung der WWU.

„Präses Annette Kurschus kommuniziert klug und sensibel und einfallsreich explizit geistliche Einsichten und Perspektiven in die Gesellschaft hinein“, betont der Dekan der Evangelisch-Theologischen Fakultät, Prof. Dr. Hans-Peter Großhans. „Sie nimmt beherzt Stellung zu Fragen des politischen und gesellschaftlichen Lebens, und dies ohne jede klerikale Bevormundung.“ Die Theologin vertrete so auf gelungene Weise eine Spielart „öffentlicher Theologie“.

Eindrucksvoll sei auch die besondere Kunst von Annette Kurschus, mit biblischen Texten in ihrem Amt umzugehen. Vor allem in ihren kürzeren geistlichen Texten zeige sich ihr ausgeprägtes Interesse und ihre Fähigkeit, die biblisch bezeugte Erfahrung ins Verhältnis zur Gegenwart zu rücken und die Bedeutung freizulegen, ohne unnötige historische und hermeneutische Umwege zu gehen.

Annette Kurschus trete mit kluger Urteilskraft nachhaltig für die Präsenz des Christentums und des Glaubens in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit ein. „Sie vermag es auf gelungene Weise, die christliche Botschaft in einem medialisierten Kontext ebenso elementar wie anschaulich zu bezeugen“, fügt Hans-Peter Großhans hinzu.

Annette Kurschus (55) studierte in Bonn, Marburg, Münster und Wuppertal. Als Gemeindepfarrerin arbeitete sie in Siegen, 2005 wurde sie Superintendentin des Kirchenkreises Siegen. Seit 2012 ist Annette Kurschus Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen; mit ihr ist dieses Amt erstmals weiblich besetzt. Seit 2015 ist sie außerdem stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sie ist Mitherausgeberin des evangelischen Magazins „chrismon“ und der Zeitschrift „zeitzeichen“, seit 2017 ist sie auch Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bibelgesellschaft mit Sitz in Stuttgart, berichtet die Uni weiter.

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