Wahlen am Wochenende
Katholiken wählen neue Kirchenvorstände

Münster -

Die Katholiken im nordrhein-westfälischen Teil des Bistums wählen am Wochenende ihre Kirchenvorstände. Das Gremium entscheidet bei Finanz- und Verwaltungsfragen mit. Erstmals nutzten von zwölf Pfarreien in Münster drei die Briefwahl.

Mittwoch, 14.11.2018, 19:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 14.11.2018, 19:00 Uhr
Pfarrsekretärin Maria Vogelsang (l.) und Verwaltungsreferentin Barbara Tietz freuen sich, dass die Allgemeine Briefwahl so gut angenommen wird. Am Sonntag werden die Stimmen ausgezählt, dann steht fest, wer in Liebfrauen Überwasser neu zum Kirchenvorstand gehört.
Pfarrsekretärin Maria Vogelsang (l.) und Verwaltungsreferentin Barbara Tietz freuen sich, dass die Allgemeine Briefwahl so gut angenommen wird. Am Sonntag werden die Stimmen ausgezählt, dann steht fest, wer in Liebfrauen Überwasser neu zum Kirchenvorstand gehört. Foto: gh

Kirchenvorstand gesucht? In den zwölf Kirchengemeinden in Münster war die Suche nach Ehrenamtlichen für das jeweilige Gremium, das sich in den Pfarreien unter anderem mit Finanzen und Organisationsfragen beschäftigt, erfolgreich. Für die Wahl am Wochenende (17. und 18. November) stehen mehr Kandidaten zur Verfügung als jeweils Plätze vorhanden sind, sagt eine Sprecherin des Bistums. Neu ist auch die Möglichkeit der allgemeinen Briefwahl, von der jetzt drei Kirchengemeinden in Münster Gebrauch machen: Liebfrauen-Überwasser, St. Clemens in Hiltrup-Amelsbüren und St. Lamberti.

Die Briefwahl scheint die Wahlbeteiligung anzukurbeln, wie sich in Liebfrauen-Überwasser zeigt. In der Gemeinde mit ihrem riesigen Einzugsgebiet wurden 17 000 Wahlbriefe verschickt, erklärt Dr. Hans-Werner Dierkes . Der Pfarrer freut sich über die Resonanz auf das Angebot der Briefwahl. Während bei der letzten Wahl vor drei Jahren nur 900 Wähler insgesamt ihre Stimme abgegeben haben, „sind in den vergangenen zwei Wochen bereits 2000 Stimmen per Briefwahl in den Pfarrbüros eingegangen“. Zu Liebfrauen-Überwasser gehören neben der Innenstadtkirche auch St. Theresia, St. Sebastian in Nienberge und St. Michael in Gievenbeck.

Acht Kirchenvorstandsmitglieder werden in Liebfrauen-Überwasser neu gewählt, elf Kandidaten stehen auf der Liste, so der Pfarrer. Die Suche nach Ehrenamtlichen, die sich für die Aufgabe zur Verfügung stellen, sei problemlos gewesen. Auch ehemalige Kirchenvorstände haben sich nach Angaben von Hans-Werner Dierkes für eine neue Amtszeit bereit erklärt. Auch in St. Lamberti, wo fünf von zehn Sitzen neu besetzt werden, stellen sich acht Kandidaten zur Wahl. Zehn Bewerber gibt es für acht von 16 Posten im Kirchenvorstand von St. Clemens in Hiltrup-Amelsbüren.

Allein im Stadtdekanat Münster sind nach Angaben des Bistums 122 508 Katholiken wahlberechtigt. Sie müssen allerdings 18 Jahre alt sein und seit mindestens einem Jahr in der Kirchengemeinde wohnen. Wählbar in den Kirchenvorstand sind dagegen Wahlberechtigte, die am Wahltag 21 Jahre alt sind. Dominique Hopfenzitz, in der Rechtsabteilung des Bistums Münster zuständig für die Durchführung der Kirchenvorstands-Wahlen, ist überzeugt, dass das Amt des Kirchenvorstandes kein akademisches Niveau voraussetzen würde, da sehr viel durch „learning by doing“ passiere und vieles selbsterklärend sei. Hopfenzitz betont, dass jeweils nur die Hälfte der Mitglieder neu gewählt werde und eine hauptamtliche Verwaltung die Arbeit unterstütze. Kein Neuling müsse sich abschrecken lassen.

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