Acht Projekte ausgezeichnet
Platz eins für „Fossil Free Münster“

Münster -

Der Umweltpreis 2018 ist vergeben worden. Auf Platz 1 hat es die Gruppe „Fossil Free Münster“ geschafft, die Gelder aus klimafeindlichen Investitionsanlagen abziehen will.

Donnerstag, 15.11.2018, 20:54 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 15.11.2018, 15:22 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 15.11.2018, 20:54 Uhr
Acht verschiedene Projekte wurden beim Umweltpreis 2018 im Rathaus prämiert. Den ersten Platz belegte „Fossil Free Münster“ (1. Reihe, 5. und 6. von rechts)
Acht verschiedene Projekte wurden beim Umweltpreis 2018 im Rathaus prämiert. Den ersten Platz belegte „Fossil Free Münster“ (1. Reihe, 5. und 6. von rechts) Foto: Oliver Werner

Die Jury hatte es nicht leicht: 66 Bewerbungen gingen beim Umweltforum für den Umweltpreis 2018 der Stadt Münster ein. Die Jury unter Vorsitz von Stadtrat Matthias Peck wählte nicht nur drei Hauptpreisträger aus, sondern verteilte die insgesamt 7000 Euro Preisgeld außerdem auf vier Sonderpreise und einen Förderpreis. Am Mittwochabend wurden sie im Rathaus verliehen.

Den ersten Platz (2500 Euro) belegte die Regionalgruppe „Fossil Free Münster“ für ihr Projekt „Kein Münsteraner Geld für Kohle, Öl und Gas/Divestment in Münster“. Die Gruppe hatte entscheidenden Anteil daran, dass sowohl die Stadt als auch die Universität Gelder aus „klimaschädigenden Investitionsanlagen“ zurückgezogen haben.

Auf Platz zwei präsentierte sich die Kirchengemeinde St. Joseph Münster-Süd als „Ökofaire Kirchengemeinde“. „Es gibt fairen Handel schon lange, aber der ökologische Aspekt ist neu“, hieß es auf Nachfrage von Moderatorin Andrea Blome.

„Grüne Beete e.V.“ belegte den dritten Platz mit einem Gemeinschaftsgarten auf dem Leonardo-Campus. „Keinem gehört dort ein Beet – alle kümmern sich um alles“, sagten die jungen „urbanen Gärtner“, die ihr Projekt auch als Begegnungsstätte verstehen.

Begegnung war auch ein wichtiger Aspekt beim Sonderpreis „Nachbarschaften – umweltbewusst und nachhaltig“. Er ging an das Haus vom Guten Hirten, das sich für nachhaltiges und soziales Handeln engagiert. „Gute Nachbarschaft – das ist ein Ort, wo ich hingehen kann. Alle von früher sind verstorben“, wurde eine 97-jährige Anwohnerin zitiert.

Auch ein Preis, der gleichsam ein Lebenswerk auszeichnet, war dabei – „wie beim Oscar“, sagte Stadtrat Peck humorig. Das war der 1987 gegründete entwicklungspolitische Verein „Vamos“, der sich für globale Gerechtigkeit und nachhaltigen Konsum einsetzt.

Um Nachhaltigkeit geht es auch der Initiative „fairTEILBAR“, ausgezeichnet mit dem Förderpreis. Der Verein (noch in Gründung) kämpft gegen Lebensmittelverschwendung; geplant ist ein eigener Laden mit Bistro.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6193136?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F3814581%2F
Rund 100 Demonstranten protestieren gegen Sarrazin
Knapp 100 Personen demonstrierten vor der Stadthalle in Hiltrup gegen den Sarrazin-Auftritt.
Nachrichten-Ticker