Reihe „A-Z Architekten“ nimmt Aegidiimarkt in den Blick
Bauen in flexiblen Strukturen

Münster -

In der Reihe „A-Z Architekten“ beleuchtet der Bund Deutscher Architekten (BDA) Münster-Münsterland am Mittwoch (5. Dezember) im Aegidiimarkt das Werk der Architekten Kälberer.

Dienstag, 04.12.2018, 13:00 Uhr
Durch eine flexible Baustruktur zeichnet sich der Aegidiimarkt aus. Er ist Thema in der Reihe „A-Z Architekten“.
Durch eine flexible Baustruktur zeichnet sich der Aegidiimarkt aus. Er ist Thema in der Reihe „A-Z Architekten“. Foto: Stefan Rethfeld

Das Architektenpaar Dieter und Ulrike Kälberer (beboren 1935 in Nürnberg sowie 1936 in Köln) lernte sich in der Studienzeit an der Technischen Universität München kennen. Ein gemeinsames Architekturbüro gründeten sie 1965 in Düsseldorf, ein zweites Büro wurde 1971 in München eröffnet.

Sie entwarfen vielfach Großstrukturen in den 1960er- bis 1980er-Jahren, neben Wohnprojekten auch Stadt- und Rathäuser, Gemeindezentren sowie Krankenhäuser in Deutschland. Wichtige Großbauten stellen unter anderem das Stadthaus Dortmund und das Rathaus Unna dar. 1973 erhielten sie für die Analyse und Weiterentwicklung großer Gebäudestrukturen den Deubau-Preis.

Vom Atombunker bis zum gläsernen Café

In Münster sind die Architekten durch den Bau des Aegidiimarktes (1976-79) bekannt geworden. Dieser gilt als Prototyp für ein Bauen in flexiblen Strukturen – und überrascht bis heute mit seiner Nutzungsvielfalt, heißt es in einer Pressemitteilung: vom Atombunker bis zum gläsernen Café, von der Volkshochschule über Läden bis hin zum Penthouse-Wohnen. Die Architektur polarisiert seit ihrer Fertigstellung und gilt wahlweise als Fremdkörper oder als faszinierendes offenes System in neuer Gestalt.

Der Kälberer-Abend zum Thema „Bauen in flexiblen Strukturen: Rathäuser, Kliniken – und ein Aegidiimarkt“ findet am Mittwoch um 19 Uhr im VHS-Forum des Aegidiimarktes statt. Einem Vortrag von Stefan Rethfeld zum Werk der Architekten Kälberer schließt sich ein Gespräch mit Gästen an. Über welches Potenzial verfügt der Aegidiimarkt? Wie kann er künftig weitergebaut werden? Alle Architekturinteressierten sind eingeladen. Der Eintritt ist frei.

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