Workshop zur Musikproduktion
Beats bauen im Gleis

Münster -

Im Gleis 22 fand am Samstagabend ein bunter Abend in Sachen Flohmarkt, Workshop und Musikproduktion statt. Dort konnten Anfänger und Fortgeschrittene Musik-Profis über die Schulter schauen. Wir haben uns das mal genau angesehen.

Montag, 10.12.2018, 23:00 Uhr aktualisiert: 11.12.2018, 00:00 Uhr
Den Profis über die Schulter blicken, das war bei „Breaks & Cakes“ im Gleis 22 angesagt.
Den Profis über die Schulter blicken, das war bei „Breaks & Cakes“ im Gleis 22 angesagt. Foto: Jörn Krüßel

Albert Ruppelt steht umringt von einer Gruppe Interessierter und erklärt das Wie, Weshalb und Warum der ganzen blinkenden Maschinen vor ihm. Auf den Tischen sind Plattenspieler, Sampler, Laptops und Boxen sowie andere Gerätschaften aufgebaut. Unter dem Motto „Zucker & Beats“ fand am Samstagabend im Gleis 22 ein bunter Abend in Sachen Flohmarkt, Workshop und Musikproduktion statt. „Mucke, bummeln, ausprobieren!“, so stand es in der Ankündigung.

Dass hinter dem Angebot aber mehr steckt, als seine Neugierde zu befriedigen, wurde im Gespräch mit den Veranstaltern schnell klar. Als offener Treff in Sachen DJ-ing und Musikproduktion angekündigt, steht hier der einzelne Musiker im Fokus, genauer gesagt: der sogenannte Bed­room­-Pro­du­cer, der in Eigenregie seine Musik produziert. „Für mich ist es ein Erfolg, dass hier Leute hinkommen, die Einzelkämpfer sind, die noch nicht vernetzt sind“, unterstreicht Ruppelt den Netzwerk-Gedanken hinter dem Projekt. Er ist stetiger Ansprechpartner in dem Wuseln rund um die elektronischen Maschinen.

„Each one teach one“

Vor zwei Jahren kam es zur Kooperation von seinem Trust-in-Wax-Label und der hiesigen Initiative „muensterbandnetz“, die gemeinsam dafür sorgen, dass junge Musiker und Produzenten, aber auch gänzlich Unbedarfte einen ersten Einblick in die Welt des Samplens, Mixens und Beats-Bauens bekommen.

Ruppelt selbst kann auf 20 Jahre DJ-Erfahrung zurückschauen und möchte etwas weitergeben an jüngere Generationen: „Each one teach one“, zitiert er die auch im Hip-Hop bedeutende Maxime, dass Gelerntes weiter gelehrt werden soll. Hendrik Stratmann von „muensterbandnetz“ ergänzt: „Das Beatcafé ist ein niederschwelliges Format, wo Leute Knöpfchen drücken können, mit Turntables experimentieren und ihre eigenen Beats auf der großen Anlage abspielen können.“ So kann man ausprobieren, sich präsentieren und mit Gleichgesinnten ins Gespräch kommen. Ergänzt wird das Programm durch Vorträge von Dozenten, die sich speziellen Themen widmen.

Interessierte sollten die Reihe, die im Februar weitergehen wird, im Blick behalten und sich zwecks aktiver Mitgestaltung gerne beim „muensterbandnetz“ melden, so die Veranstalter.

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