Prozess gegen Müllsammler
Landgericht rollt Verfahren neu auf

Münster -

Vom 29. Januar an beschäftigt sich das Landgericht Münster mit dem stadtbekannten Müllsammler aus Kinderhaus. Der Mann, der jahrelang Müllberge in seinem Garten in Kinderhaus angehäuft und seine sich dagegen wehrenden Nachbarn fortwährend beleidigt und bedroht hat, ist derzeit zwangsweise in der psychiatrischen Klinik in Eickelborn untergebracht.

Mittwoch, 16.01.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 16.01.2019, 21:49 Uhr
 
  Foto: dpa

Das Amtsgericht Münster hatte das Verfahren im Dezember nach ausführlicher Beweisaufnahme an das Landgericht weitergegeben. Nur das Landgericht kann über eine dauerhafte Unterbringung des Mannes in der Psychiatrie entscheiden.

Ein psychiatrischer Gutachter hatte bei dem Verfahren vor dem Amtsgericht festgestellt, der 54-Jährige leide unter einer schwerwiegenden Persönlichkeitsstörung und könne eine Gefahr darstellen.

Kurz vor dem letzten Verhandlungstermin vor dem Amtsgericht war der Angeklagte aus der Obhut der LWL-Klinik geflohen, hatte für einen ganzen Tag den fast 100 Meter hohen Baukran am Uniklinikum besetzt und so den Straßenverkehr im Umkreis der Bettentürme zum Erliegen gebracht.

Das Verfahren ist eilbedürftig, weil der Angeklagte derzeit zwangsweise – ähnlich einer Untersuchungshaft – in der Klinik untergebracht ist, so ein Sprecher des Landgerichts. Sechs Verhandlungstermine sind anberaumt, das gesamte Verfahren soll wieder aufgerollt werden.

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